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Am Amtsgericht verhandelt

Strafe für Handel mit Drogen

Von 
goe
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Wertheim. „Verkauf von Drogen“, lautete der Vorwurf, weswegen sich ein Mann vor dem Wertheimer Amtsgericht verantworten musste. Zwischen März und August vergangenen Jahres habe der Mann aus Freudenberg ohne Genehmigung je zwei Mal Marihuana gekauft und verkauft.

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Das Rauschgift, jeweils zwei bis fünf Gramm mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 5 Prozent Tetrahydrocannabinol, habe den Besitzer gewechselt. Die Beweisaufnahme bestätigte diesen Sachverhalt, und die Richterin verhängte eine Strafe von 35 Mal 70 Euro. Weiterhin bestimmte sie, dass der Verkaufserlös eingezogen werden soll.

Anschuldigungen bestritten

Der Angeklagte bestritt die Anschuldigungen zunächst. Er habe dem Nachbarn Geld gegeben, mit der Polizei aber habe er noch nie zu tun gehabt. Die Beamten hätten sein Zimmer durchsucht und bei der Durchsuchung nichts gefunden. Auch beim Nachbarn fand damals eine Wohnungsdurchsuchung statt.

Die Richterin belehrte den Nachbarn als Zeugen darüber, dass er wegen seines eigenen offenen Verfahrens zur Sache schweigen dürfe. Mache er Angaben, müssten sie allerdings der Wahrheit entsprechen. Bei Falschaussage drohe eine höhere Strafe als im vorliegenden Fall.

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Der Nachbar verneinte die Drogengeschäfte mit dem Angeklagten. Der Polizei gegenüber habe er zwar eingeräumt, dass er Marihuana gekauft habe, dieser Kauf aber nicht beim Beschuldigten getätigt worden sei..

Verdächtiger Chat

Die Polizei entdeckte bei ihren Ermittlungen jedoch einen verdächtigen WhatsApp-Chat zwischen Angeklagtem und Nachbarn, in dem es um Kauf und Verkauf ging. Für die Droge sei immer ein Deckname verwendet worden.

Nach der Beweisaufnahme regte der Beschuldigte an, das Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen. Es fehle ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, so seine Begründung. Die Richterin war anderer meinung. Sie erinnerte ihn daran, dass vorab bereits mehrere Verfahren wegen zehn solcher Taten eingestellt worden seien.

Hohe Anzahl an „Geschäften“

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Strafe von 45 Mal 80 Euro. Die Richterin blieb mit ihrer Strafe nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. In ihrer Urteilsbegründung sagte sie, dass das Gericht wegen der hohen Anzahl der „Geschäfte“ und des langen Zeitraums eben solcher „Geschäfte“ nicht mehr von Geringfügigkeit ausgehen könne. goe

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