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Ortschaftsrat Dertingen tagte - Erschließungsarbeiten für Baugebiet „Talbuckel“ haben begonnen / Der geplante Friedweinberg wird noch etwas auf sich warten lassen

Standort für Metallsammelcontainer gesucht

Von 
Matthias Ernst
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Das neue Baugebiet „Talbuckel“ wird aktuell erschlossen, damit 16 Bauplätze entstehen, davon drei für Mehrfamilienhäuser. © Matthias Ernst

Eine breite Themen-Palette hatte der Ortschaftsrat Dertingen in seiner jüngsten Sitzung abzuarbeiten. Als Problemfelder kristallisierten sich die Sauberkeit in der Ortschaft sowie der künftige Standort des Metallsammelcontainers heraus.

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Dertingen. Gut besucht war die Ortschaftsratssitzung. Ortsvorsteher Egon Beuschlein meinte eingangs, es habe nicht an den fehlenden Themen im vergangenen Jahr gelegen, dass man sich nicht getroffen habe, sondern an der Corona Pandemie und der Vorsicht bei Treffen von mehreren Menschen. Im nichtöffentlichen Kreis hatte der Ortschaftsrat allerdings acht Mal Sitzung gehalten, es standen die Räder ja nicht still im Ort.

Viele Baugenehmigungen und Bauvoranfragen wurden dort bearbeitet, unter anderem der Bau von mehreren Elektrotankstellen mit Verwaltungsgebäude und Büro auf einem größeren Grundstück am Almosenberg (die FN berichteten).

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Beuschlein informierte, dass die Sammlung des Frauenbundes für die Kriegsgräberfürsorge einen „ansehnlichen Betrag“ von 931 Euro erbracht habe.

Außerdem wies er darauf hin, dass auf dem Dertinger Friedhof die Möglichkeit einer Rasenbestattung gegeben sei. Das sei in der Bevölkerung noch vielfach unbekannt und sollte mehr genutzt werden, forderte der Ortsvorsteher auf. Er berichtete auch, dass der geplante Friedweinberg noch etwas auf sich warten lasse. Da es keine Vergleichswerte im Ländle gebe, wollte man seitens der Verwaltung der Stadt Wertheim erst weitere Informationen einholen. Er selbst werde in Kürze einen Besuch in Deutschlands erstem Friedweinberg in Nordheim am Main starten und sich mit den dort Verantwortlichen austauschen, wie man es geschafft hat, diesen Friedweinberg einzurichten. Dann sei die Stadt sicher auch fertig mit der Kostenberechnung, fügte er augenzwinkernd hinzu.

Positives hingegen konnte Beuschlein vom Neubaugebiet „Talbuckel“ nördlich des Friedhofes berichten. Mittlerweile haben die Erschließungsarbeiten für die 16 Bauplätze begonnen, davon drei für Mehrfamilienhäuser. Diese Auflage hatte das Regierungspräsidium in Stuttgart der Stadt gemacht, um überhaupt ein Neubaugebiet in Dertingen ausweisen zu können. Die Personenzahl pro Quadratmeter Bauland kann so gesteigert werden, ebenso wie die Verkleinerung der einzelnen Grundstücke, was ebenfalls zu mehr Bauplätzen geführt habe.

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Die meisten der Grundstücke seien allerdings schon verkauft oder fest reserviert. „Wir wollen ja auch jungen Dertingern die Möglichkeit geben, hier im Ort zu bleiben“. Probleme sehen die Bürgerinnen und Bürger bei dem Neubaugebiet in der schmalen Zufahrt aus dem Ort heraus. Die sei jetzt schon in einem schlechten Zustand und werde durch die schweren Baufahrzeuge sicher nicht besser, befürchtet ein Anwohner.

Noch immer ist das Thema des Standortes eines Metallsammelcontainers nicht gelöst. Fest steht nur, der aktuelle am Spielplatz bei der Mandelberghalle soll aufgegeben werden. Der geplante Platz am Holzlagerplatz wurde von der Stadt nicht genehmigt, ein weiterer am Pumpwerk der Stadtwerke musste auch abgelehnt werden.

Reinhaltung des Ortsgebiets

Positive Nachrichten gibt es von den beantragten Hundekotbeutelspendern. Insgesamt vier sollen im Gemeindegebiet in Kürze vom städtischen Bauhof aufgestellt werden, informierte der Ortsvorsteher. Beuschlein bemängelte in diesem Zusammenhang die grundsätzliche Sauberkeit im Ort. Dringend sucht der Ortschaftsrat eine Person, die sich um die Reinhaltung kümmert. „Das ist heute das wichtigste Thema“, führte er in der Sitzung aus. Spontan meldete sich natürlich niemand, aber man wolle am Ball bleiben.

Der Ortsvorsteher dankte ausdrücklich Walter Holzhäuser, der in Eigeninitiative mehrere Sitzbänke in der Natur um den Weinort aufgestellt hatte. „So etwas wünscht man sich öfter“. Sie sähen nicht nur schön aus, sondern haben auch einen nützlichen Effekt.

Kein Solarpark an der A 3

Nicht weiterverfolgt wird dagegen der Plan, entlang der Autobahn A3 auf Gemeindegebiet ein größeres Feld für Photovoltaik vorzusehen. Mehrere Eigentümer hatten sich gegen die Planungen ausgesprochen, da es sich um besten Boden handelt. Bei den noch sieben im Ort aktiven Landwirten sei die Lebensmittelerzeugung wichtiger als die Energieerzeugung. „Damit ist es gestorben“, bedauerte Beuschlein.

Blutspender geehrt

Positiv war die Ehrung verdienter Blutspender im Ort. Blutspenden sei wichtig, führte der Ortsvorsteher aus, bevor der DRK Ortsvorsitzende Reinhold Hörner Stefanie Schlundt für 50 freiwillige Spenden auszeichnete und Detlev Grüßung für 25 Mal Blutspenden. Insgesamt drei Termine habe es im vergangenen Jahr in Dertingen gegeben, an denen 392 Spenderinnen und Spender teilgenommen haben, davon 26 Erstspender. Positiv sei die Entwicklung der Anmeldung per Internet angenommen worden. Das sei ein aus der Pandemie entwickelter Vorteil. „Jede Spende ist wichtig“, so Hörner abschließend.

Erstmals stellten sich auch die Jagdpächter im Ortsgebiet vor. Drei Jagdbögen gibt es, welche von insgesamt sieben Personen gepachtet sind. Im Jagdbogen I sind weiterhin Jaochim und Herbert Spettel zuständig, die diesen Jagdbogen schon länger von ihrem Vater übernommen haben. Im Jagdbogen II sind zukünftig Anja und Jochen Hörner zusammen mit Lothar Schmitt zuständig, im Jagdbogen III unterstützt seit April Felic Lessner den schon länger aktiven Alexander Diehm.

Die Auswahl sei nicht ganz einfach gewesen, so Beuschlein, denn es habe mehrere Bewerber und Bewerberinnen gegeben. Er wünschte sich, dass die Landwirte und die Jäger weiterhin gut zusammenarbeiten.

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