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Insektenhotel - Preisgekröntes Projekt ist Gewinn für Ort und Tiere

Stärkung der Gemeinschaft

Von 
hw
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Die Fertigstellung des Insektenhotels und die Umgestaltung der Verkehrsinsel wurde in Bettingen von der Naturschutzgruppe Unteres Aalbachtal gefeiert. Vorsitzender Bernd Strobl (links) und die beteiligten Kinder freuen sich über das Werk. © Bild Watzka

Bettingen. Unter dem Motto „Neues Leben auf der Insel“ lud die „Naturschutzgruppe Unteres Aalbachtal“ an der Verkehrsinsel Remlinger Pfad/Steinigte Äcker zur Insektenhotel-Eröffnung ein. Sie hatte sich am Ideenwettbewerb „Gemeinsam: Schaffen“ des Ministeriums für Ernährung, ländlicher Raum und Verbraucherschutz im vergangenen Jahr mit diesem Projekt beworben und gehörte zu den Preisträgern. Groß ist die Freude in Bettingen über einen Zuschuss von 3600 Euro. Jetzt wurde im Rahmen einer Einweihungsfeier die Fertigstellung des Insektenhotels gefeiert.

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Der Startschuss fiel schon vor über einem Jahr. Dann kam Corona dazwischen. Sozusagen im „Homeoffice“ ist das Insektenhotel entstanden. Es wurden einzelne Elemente zur Gestaltung an die Kinder der Straßenanrainer-Familien verteilt und nun zum Insektenhotel zusammengefügt. Insgesamt neun Module wurden von rund 20 Kindern, die meisten im Kindergarten- und Grundschulalter, gebastelt. Freilich erhielten sie Unterstützung von ihren Eltern.

Die Module sind mit Schilfröhrchen, Stroh, Hartholz und gebranntem Ton gefüllt. Ein feines Drahtnetz hält sie im großen Kasten und schützt die Bewohner vor dem Specht. Im Rahmen der Maßnahme ist auch ein „Sandarium“ entstanden. Die Verkehrsinsel zieren jetzt blühende Futterpflanzen für die Insekten. Im „Sandarium“ tummeln sich gerne Wildbienen, Eidechsen nehmen hier ein Sonnenbad. Mit großer Berechtigung wird die Verkehrsinsel jetzt als Schlaraffenland für Insekten bezeichnet.

Bernd Strobl, Vorsitzender der Naturschutzgruppe, freute sich, dass so viele Familien mit ihren Kindern zur „Hoteleröffnung“ gekommen waren. Mit der Maßnahme sei das Gemeinschaftsgefühl gestärkt worden. Besonders hob er hervor, dass alle Nachbarn involviert sind und sich um die Pflege kümmern.

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Ortsvorsteher Ralf Tschöp sprach von einer sehr kreativen Lösung, die dezentral gestalteten Module so gelungen zusammenzuführen. Jung und alt haben hier erfolgreich gewerkelt. Ralf Tschöp stellte die Win-Win-Situation heraus. Der Platz sei ein Schmuckstück geworden. Die großen Gewinner seien die Natur und die Anwohner.

Nach den Grußworten feierten die Familien gebührend die „Hoteleröffnung“. Wer genau hinschaute, konnte schon die ersten Insekten beim Einzug beobachten. hw

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