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Miteinander – Füreinander - 98 Ehrenamtliche waren von Bürgern für die Auszeichnung vorgeschlagen worden

Stadt Wertheim vergibt Auszeichnung für uneigennütziges Engagement

Bereits zum 13. Mal ehrte die Stadt Wertheim langjährig ehrenamtlich Engagierte. Erstmals fand der Abend mit dem Titel „Miteinander – Füreinander“ in einer Ortschaft statt.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen ehrte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez die beiden ältesten Engagierten des Ehrenabend „Miteinander-Füreinander.“ Alfred Ebert und Lydia Eckert kommen beide aus Mondfeld und engagieren sich in der kirchlichen Gemeindearbeit. © Birger-Daniel Grein

Höhefeld. Die Veranstaltung „Miteinander – Füreinander“ zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements fand bei ihrer 13. Auflage erstmals in einer Ortschaft statt. Die Organisation hatte die Dorfgemeinschaft Höhefeld übernommen. Der Ehrungsabend der erwachsenen Ehrenamtlichen wurde am Samstag im Bürgerhaus Höhefeld als 2G-Veranstaltung gefeiert. Höhefelds Ortsvorsteher Christian Stemmler verwies in seiner Begrüßung darauf, dass der Abend etwas ganz Besonderes sei. Es wäre schön, wenn die Veranstaltung nach und nach in allen Ortsteilen stattfinden könne. „Ich bin stolz auf unsere Dorfgemeinschaft und ihren Einsatz“, so Stemmler.

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Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez betonte, man wolle den Ehrenamtlichen für ihre besondere Leistung danken. Sie stünden aber auch stellvertretend für die vielen Engagierten in der Kreisstadt. Zur Verlagerung in eine Ortschaft sagte er, dass hier ehrenamtliches Engagement in vielleicht größerem Maße zu finden sei als in der Kernstadt. Engagierte stärkten die Gemeinschaft und machten das Leben im Ort aus. Man wolle die Ehrung zukünftig im Wechsel zwischen Kernstadt, Stadtteilen und Ortschaften stattfinden lassen.

Pandemie als Herausforderung

Das Ehrenamt sei in der Pandemiezeit besonders gefordert, so der Oberbürgermeister. Einerseits liege das an den erforderlichen Einschränkungen, die das soziale Miteinander beeinträchtigen. Dies schmerze die Engagierten, da ihnen ihr Ehrenamt Spaß mache und ihnen die Freude jener fehle, für die sie sich einsetzen.

Andererseits habe sich in der Pandemie aber auch neues ehrenamtliches Engagement herausgebildet. Er verwies auf die Nachbarschaftshilfe, die sich in der Kreisstadt im ersten Lockdown entwickelt habe oder die es schon zuvor in einigen Ortschaften gab. Diese sei heute noch in vielen der Ortschaften aktiv. Herrera-Torrez nannte auch die ehrenamtlichen Helfer in Test- und Impfzentren. Zudem hätten sich etliche gefunden, die Bedürftigen in der Pandemie zur Seite stünden.

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Für andere da sein

Er sei sehr dankbar für die vielen Ehrenamtlichen in Vereinen, die zu einem sinnstiftenden sozialen Miteinander beitrügen. „Geben sie denen, die einsam sind, weiter das Gefühl, dass sie für sie da sind“, bat er. Mit Blick auf seine Gespräche mit Oberbürgermeistern von Großstädten ergänzte er, dass die Struktur der Kreisstadt Wertheim mit ihrer Kernstadt, den Stadtteilen und Ortschaften einen großen Wert habe. „Man kennt sich, und es gibt viele, die sich täglich für andere einsetzen.“ Er dankte den Ehrenamtlichen persönlich, im Namen der Stadt und des Gemeinderats für ihren langandauernden Einsatz auf vielen Ebenen.

Stellvertretend für alle Engagierten wurden der älteste und die älteste anwesende Ehrenamtliche geehrt. Beide kommen aus Mondfeld und der kirchlichen Gemeindearbeit. Der 77-jährige Alfred Ebert betreut das Seniorencafé der Kirchengemeinde. Er berichtete, dass er sei vor 13 Jahren zurück in sein Heimatdorf Mondfeld gekommen sei. Seine Eltern hätten dort die Besuche vieler Mitbürger des Dorfs genossen. „Ich spürte, da muss ich etwas zurückgeben“, sagte Ebert. Es sei sein Herzenswunsch, etwas für Senioren zu tun. So wurde das Seniorencafé gegründet. Ebenso geehrt wurde die 76-jähige Lydia Eckert. Sie engagiert sich unter anderem beim Tischgottesdienst und beim Schmücken der Mariengrotte im Dorf.

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Viel geschieht im Stillen

Herrera Torrez stellte fest: „Viele Ehrenamtliche engagieren sich im Stillen, machen es gerne und wollen nicht im Mittelpunkt stehen.“ An diesem Abend wolle man sie jedoch in den Mittelpunkt stellen, um sie zu würdigen. Insgesamt hatten Ortschaftsräte, Stadtteilbeiräte und Bürger 98 erwachsene Ehrenamtliche für die Ehrung vorgeschlagen. Sie alle waren eingeladen. 50 von ihnen waren zum Abend gekommen. Wie Uwe Schlör-Kempf, Referatsleiter Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sport, Vereine, gegenüber den FN erklärte, lag die Teilnehmerrate in den Vorjahren bei 60 bis 70 Prozent.

Herrera Torrez hatte in seiner Rede erklärt, warum man die Veranstaltung auch bei steigenden Infektionszahlen durchführe. Man habe schon lange vor der Alarmstufe festgelegt, den Abend unter 2G-Regeln durchzuführen. In den letzten Tagen habe man gut überlegt, ob man sie trotz steigender infektionszahlen stattfinden lassen solle und sich letztlich dafür entscheiden, um den Ehrenamtlichen gerade in der Pandemie-Zeit Dank zu sagen.

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Man habe diejenigen, die sich solidarisch zeigten und die Veranstaltung vorbereitet hatten, nicht bestrafen wollen, sagte der OB. So habe man die gesetzlichen Möglichkeiten genutzt. „Wir werden niemals hundert Prozent Sicherheit erreichen, versuchen aber so viel Sicherheit wie möglich zu schaffen.“

Zauberkunst geboten

Durch das Abendprogramm führte Jens Landeck, Vorsitzender des SV Höhefeld mit Witz und Charme. Als Showact bot man „Camouflage – Zauberkust hoch2“ der beiden nebenberuflichen Profizauberern Ralf Weber und Carsten Skill aus Grünberg. Sie boten eine Mischung aus Zauberkunst und anspruchsvoller Situationskomik mit vielen Elementen der Mentalmagie.

Wegen der bayerischen Coronaschutzmaßnahmen wurde die Fahrt der Geehrten unter 18 Jahren ins Freizeitbad Palm Beach abgesagt. Laut Schlör-Kempf erhalten die 30 jungen Leute nun einen Gutschein von den Ortsvorstehern ihrer Ortschaf. Auch die Erwachsenen, die nicht an der Abendveranstaltung teilnahmen, ehre man nachträglich, betonte er.

Freier Autor

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