Familienspieltag - 800 Gäste besuchen Veranstaltung im Kulturhaus / Programmangebot von Handarbeit über Tanz bis zur Technik Spontane Einlage wird zum Höhepunkt

Von 
Elmar Kellner
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Achtung kreativ: In der Stadtbücherei konnten die Kinder mit Schere und Papier gestalten. Konzentration war beim Schachclub gefragt.

© Elmar Kellner

Wertheim. Zum neuen Besucherrekord hat es beim Familienspieltag 2015 wohl nicht gereicht. Dafür war es zu den Randzeiten am Anfang und am Ende zu "ruhig". Doch das störte niemanden, am allerwenigsten die Organisatoren. Rund 800 Gäste kamen am Sonntag ins Kulturhaus: "Es war so wie immer - einfach gut", zogen am Abend Heide Fahrenkrog-Keller, Vorsitzende des Frauenvereins, die Leiterin der Stadtbücherei, Michaela Stock, Edeltrud Reuer als Vertreterin der Kommunalen Jugendarbeit und Heike Schmidt-Meyer für die Volkshochschule eine erste Bilanz.

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Kreativität auf allen Ebenen des Kulturhauses, das ist das Markenzeichen des Familienspieltages. In der Stadtbücherei bastelten Kinder mit Begeisterung Apfelmännchen, lauschten dem Märchenerzähler Bousch, schlenderten über den Medienflohmarkt, bei dem es erstmals auch "Wundertüten" zu kaufen gab. Besonderer Anziehungspunkt war die Vorstellung neuer Spiele durch das Fachgeschäft "Knecht Rupprecht", bei der man sich Anregung für die kommenden langen Winterabende holen konnte. Und nicht zu vergessen: Es lief natürlich auch das "normale Geschäft" der Stadtbücherei, es konnten Bücher und andere Medien entliehen oder zurückgebracht werden und neun neue Kunden meldeten sich an.

Die Treppe hinauf tobte auf der Ebene des Frauenvereins und der Volkshochschule: das pralle Leben. In der einen Ecke konnte gespielt, gemalt und gebastelt werden, in der anderen bildeten sich einmal mehr lange Warteschlangen, in denen Kinder geduldig darauf warteten, sich ein wahres Kunstwerk von Olga Ilnitski in das Gesicht zaubern zu lassen. Dicht umlagert von kleinen und, vor allem zu späterer Stunde, großen "Rennfahrern" war die Carrera-Bahn, die von der Kommunalen Jugendarbeit aufgebaut worden war. Manchmal nur ahnen konnte man, wenn man nicht in einer der ersten Reihen saß, was sich auf der Bühne im Kulturhaussaal tat.

Tanzen verbindet

Und das war eine ganze Menge, angefangen bei den Mädchen und Jungen, die gemeinsam mit Larissa Morlang musizierten, über die Tänzer von Chriz Art of Physical Funk, die Bauchtanzgruppe "Shaika" bis hin zum türkischen Folkloretanz. Schon da konnten viele der Kinder, die aus der Erstaufnahmeeinrichtung (EA) am Reinhardshof in das Kulturhaus gekommen waren, kaum mehr an sich halten und reihten sich schließlich begeistert in den Tanzkreis ein. Und als es auch noch eine spontane Tanzeinlage der "Männer aus der EA" gab, da war das ein völlig ungeplanter, aber umso fröhlicherer Höhepunkt des Nachmittages.

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"Probier's mal mit Gemütlichkeit." Wer sich diese Aufforderung aus dem "Dschungelbuch" zu eigen machte, der war im Obergeschoss richtig. Hier feierte der Handarbeitstreff aus Bestenheid seine Premiere und so manche Besucher ließen sich in die Geheimnisse des Stickens, Strickens, Spinnens oder Klöppelns einweisen. Der Schachclub hingegen gehört schon zum festen Bestandteil der Veranstaltung und seine Mitglieder konnten auch in diesem Jahr wieder einigen Gästen die Faszination des königlichen Spiels nahebringen. "Abgedreht- selbstgedreht" unter diesem Motto zeigte die Kommunale Jugendarbeit eigene Clips und bei der Jugendmusikschule durfte man zwar nicht auf die Pauke aber auf die Bongotrommeln "hauen" oder erste Versuche auf dem Akkordeon machen.

Bei all dem Programmangebot musste niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen. Dafür sorgte der Mosaik-Verein, der die Speisen und Getränke nicht nur sehr ansprechend präsentierte. Beim Frauenverein ließen sich Kaffee und Kuchen genießen. Man habe viele bekannte Gesichter gesehen, resümierten am Abend die Vertreterinnen der Veranstalter.

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"Aber es gab auch diesmal wieder Menschen, die zum ersten Mal im Kulturhaus waren", wunderte sich Heide Fahrenkrog-Keller. Man bedankte sich beim Rotary Club, dessen großzügige Spende mit dafür gesorgt hatte, dass auch in diesem Jahr kein Eintritt erhoben werden musste. Und für 2016 macht man sich jetzt schon Gedanken über das Programm. Denn der zehnte Familienspieltag soll, geht es nach den Organisatorinnen, ein ganz besonderer werden.