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In der Wertheimer Stiftskirche - Nordbadisches Blechbläserensemble und Bezirksposaunenchor der Stiftskirche musizieren gemeinsam

Spielfreude und Virtuosität vereint in der Wertheimer Stiftskirche

„Verleih uns Frieden“ lautete der Titel eines Konzerts des Nordbadischen Blechbläserensembles und des Bezirksposaunenchors in der Stiftskirche. Bezirkskantor Carsten Wiedemann-Hohl spielte die Orgel.

Von 
Hans-Peter Wagner
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© Hans-Peter Wagner

Wertheim. Etwa 70 Menschen waren in die Stiftskirche gekommen, um das etwa 75 Minuten lange Konzert zu hören.

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Bezirkskantor Carsten Wiedemann-Hohl erinnerte zu Beginn an den Probentag des Bezirksposaunenchors, bei dem man einen wunderbaren Samstag verbracht und zusammen Musik gemacht habe. Er lud die Anwesenden ein, bei bestimmten und entsprechend im Programm gekennzeichneten Stücken mitzusingen.

Bei dem Konzert für Blechbläser, Pauken und Orgel musizierte das Nordbadische Bläserensemble unter Leitung von Landesposaunenwart Armin Schaefer. Der Posaunenchor des Kirchenbezirks Wertheim spielte unter Leitung von Bezirkskantor Carsten Wiedemann-Hohl, die Gesamtleitung lag wiederum bei Kirchenmusikdirektor Schaefer.

Gesamte Bandbreite

Die Ensembles traten sowohl getrennt wie auch gemeinsam auf, sie spielten auf der Empore oder vor dem Altarraum, das Repertoire umfasste die gesamte Bandbreite der Posaunenchorliteratur vom alten Meister bis hin zu modernen Bearbeitungen.

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Als erstes Stück erklang „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Felix Mendelssohn Bartholdy) für Blechbläser und Posaunenchor und danach ein Vorspiel von Stefan Romankiewicz gleichen Titels. Hernach waren die Fanfare festivo „Komm, Heiliger Geist“ (Simon Langenbach) für Blechbläser, Orgel und Pauken zu hören, „Festliche Musik“ (Otto Dunkelberg) für Blechbläser und Orgel sowie „Jauchzet dem Herrn, alle Völker“ (Max Gulbins).

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Die Ensembles vereinten Spielfreude und Virtuosität, präsentierten die Stücke sehr abwechslungsreich, interpretierten einfühlsam treibende Rhythmen und komplexe Wechsel. Sie meisterten Raffinessen mit Bravour, strahlender und warmer Klang erfüllte den großen Kirchenraum, homogen und zugleich transparent.

Ausdrucksvolle Klangwelten

Klangwelten erschallten facettenreich zum einen, ausdrucks- und temperamentvoll zum anderen. Das Programm setzte fort mit „Wach auf, mein Herz, und singe“ (Christian Sprenger), einer Choralfantasie für Blechbläser und Pauken, mit „Jesus ist kommen“ (Noah Roloff) als Choralvorspiel und sowie „Halleluja“ (Simon Langenbach), einem Osterjubel für sechsstimmigen Posaunenchor.

Die Musizierenden wurden den auftretenden hohen Anforderungen gerecht, deren gute klangliche, rhythmische und technische Qualität wurde deutlich. Zu hören waren anschließend das für Bläser eingerichtete „Nearer my God to Thee“ (James L. Stevens), „Prière à Notre Dame“ (Léon Boëllmann) aus der Suite Gothique op. 25 für Orgel, „Freunde, dass der Mandelzweig“ (Michael Schütz) für Blechbläser eingerichtet und „Der lieben Sonne“ (Peter Gortner) als Passacaglia und vier Strophen mit der Gemeinde.

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Die Vortragenden agierten stilsicher, bestätigten die Intentionen phantasievoller Musik abwechslungsreich.

„Sehr emotional“

Dekanin Wibke Klomp empfand die Musik als „sehr emotional“. „Wie berührend und schön“ sei es, wieder ein solches Konzert hören zu können. Der Programmtitel „Verleih uns Frieden“ könne treffender nicht sein, man wolle als Gemeinschaft wieder aufbrechen.

Die Klänge berührten die Herzen auf eigene Weise, die Gegenwart Gottes sei zu spüren und helfe, nicht müde zu werden, sich für den Frieden einzusetzen. Die Kollekte sei zum einen für die Hilfe vor Ort für aus der Ukraine Geflüchtete, zum anderen für die Bläserarbeit, ergänzte sie.

Zum Abschluss des Programms erscholl die Ouvertüre zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“ (Engel-bert Humperdinck). Auch dieser Auftritt zeugte von enormer Qualität, indes die Klangkörper durchweg durch eine gute Intonation, ausgeprägte Dynamik, rhythmische Genauigkeit und brillante Technik beeindruckten.

Danach applaudierte das Publikum, welches zuvor das gesamte Konzert über konzentriert und ein jeder in sich versunken den Klängen gelauscht hatte, lang und anhaltend.

Es gab mit der Zugabe, dem Segenslied „Der Herr segne und behüte dich“ ein weiteres wunderbares Stück.

Nach dem Konzert aufgeschnappte Kommentare gingen ausnahmslos in eine ähnliche Richtung: „Hat uns sehr gefallen“ oder „Das war wieder mal etwas Schönes“.

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