Burgfest - Das Mittelalter hält am Samstag, 23., und Sonntag, 24. April, Einzug auf dem Wertheimer Burg-Areal Spektakel wie zu Zeiten der Rittersleut

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Wertheim. An die 80 Ritterzelte und Marktbuden und weit über 100 Akteure erwecken am 23. und 24. April die "gute alte Zeit der Rittersleut" in Wertheim zum Leben. Altes Handwerk, Ritterkämpfe, Musik, Gaukelei und Artistik - das deutsche Mittelalter zeigt sich dem Publikum von seiner besten Seite.

Walter von der Heide auf seinem riesigen Kartenhaus.

© bibow communications

Programmhöhepunkte

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Zu den Programmhöhepunkten des Mittelalterfestes auf Burg Wertheim zählen zweifellos die Auftritte des Ausnahmeartisten Walter von der Heide aus Innsbruck. Der Artist, der mit richtigem Namen Walter Mooshammer heißt, ist Doktor der Physik. Das merkt man spätestens dann, wenn er von der Entwicklung des "Leonardo-Rings" erzählt. "Da Vinci soll einen Holzring gebaut haben, ganz ohne Nägel oder ähnliche Verbindungen." Das sei die Herausforderung gewesen.

"Leonardo-Ring"

Nach den bekannten Skizzen habe er tagelang konstruiert, bis dann sein "Leonardo-Ring" fertig war. "Er wird aus vielen Holzteilen zusammengesteckt und sieht aus wie ein Rhönrad. Das alles ohne Verschraubung zusammen bleibt ist wie ein Wunder. Doch es funktioniert tatsächlich" erklärt Walter. Mit seinem Rad kann er fröhlich durch den Burggraben und das dort aufgebaute mittelalterliche Marktgeschehen rollen.

Ein zweites "Wunderwerk" aus Walters Repertoire ist das Kartenhaus, welches aufgrund der einmaligen Höhe von fast fünf Metern unangefochten an der Weltspitze derartiger Konstruktionen liegen dürfte. Verpackt in einer mystischen Geschichte stellt der Artist schmale hölzerne Platten, die wie Spielkarten aussehen, übereinander. Schließlich erreicht er die Spitze und zeigt dort oben, auf den letzten beiden Karten des Giebels, einen Handstand. Das Publikum tobt und Walter ist zufrieden: "Das ist schon nicht ganz ohne dort oben aber man hat eine schöne Aussicht."

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Eine weitere artistische Meisterleistung vollführt Walter auf dem Hochseil, welches über den schluchtartigen Burggraben gespannt werden soll. Hier, in luftiger Höhe hoch über dem Markt, läuft er hin und her, tanzt und springt, sitzt, liegt oder steht auf einem Bein. Ohne angeseilt zu sein und ohne Netz.

Die schwierigste Übung aber wäre es, so der Artist, auf dem Hochseil eine Rolle Rückwärts zu machen. "Daran musste ich einen ganzen Winter lang hart arbeiten, aber jetzt klappt es."

Weitere Attraktionen

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Das zweitägige Programm auf der Wertheimer Burg hat weitere Attraktionen zu bieten. So spielen an allen Tagen mittelalterliche Kapellen wie die "Dudelzwerge" und "Duo Obscurum" auf ihren merkwürdigen Instrumenten.

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Gaukler und Narren zeigen ihre Späße, Ritter prügeln aufeinander ein und verschiedene Handwerker unterweisen die neugierigen Zuschauer in ihre alten Techniken. Für mittelalterliche Speisen und Getränke wird bestens gesorgt.

Besucher sollten die Parkplätze an der Tauber benutzen und entweder zur Burg wandern oder die Burgbahn benutzen, die an beiden Tagen über die gesamte Zeit einen Shuttleservice anbietet. Das ausführliche Programm ist im Internet unter www.suendenfrei.de nachlesbar.