Bauvorhaben - Unter dem Titel „Wohnen am Jachthafen“ will Norbert Meyer auf dem Areal des ehemaligen Modehauses Volpert neuen Wohnraum schaffen

Spatenstich für 26 Eigentumswohnungen in Wertheim

16 Jahre stand das ehemalige Modehaus Volpert leer. Doch nun sollen hier Eigentumswohnungen entstehen.

Von 
Heike Barowski
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Sie schaufelten: (von links) Edgar Beuchert (Geschäftsführer der Stadtentwicklungs-Gesellschaft), Klaus Hoppe (Geschäftsführer Firma Behringer), Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez, Eigentümer Norbert Meyer und seine Frau Margit, Architekt Roland Lauber (Generalunternehmer Sommer und Lauber) und Volksbank-Vertreter Matthias Horn (Leiter Firmenkunden). © Heike Barowski

Wertheim. In der festen Überzeugung, das frühere Modehaus Volpert wieder mit Leben füllen zu können, zu einem Treffpunkt der Wertheimer umzubauen, habe er nach der Schließung des Geschäfts vor fast 15 Jahren das Gebäude erworben, erinnert sich Eigentümer und Bauherr Norbert Meyer. Lange habe er an diesem Unterfangen festgehalten. „Es war schwierig, aber ich habe mich nie allein gelassen gefühlt“, lobt Meyer die Unterstützung durch die Stadtentwicklungs-Gesellschaft (Steg) und die Volksbank. „Die Zeiten haben sich geändert und es zeigt sich nun, was Wertheim braucht – nämlich bezahlbaren Wohnraum“, so der Investor. Norbert Meyer und Matthias Horn (Leiter Firmenkunden Volksbank Main-Tauber) versichern, dass das Interesse sehr groß sei, Eigentum in dieser exponierten Lage zu erwerben.

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Auf rund 1000 Quadratmetern Grundfläche sollen in den nächsten Monaten direkt an der Bahnhofstraße 26 Eigentumswohnungen entstehen. Wie Architekt Roland Lauber (Generalunternehmer Sommer und Lauber) berichtetet, werden diese zwischen 37 und 140 Quadratmetern haben. Richtfest soll noch in diesem Jahr sein. Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant. Diese könne sich eventuell durch derzeit bestehende Lieferengpässe (beispielsweise bei Holzwerkstoffen zehn Wochen) etwas verschieben, so Lauber. Den Quadratmeterkaufpreis beschreibt Meyer mit den Worten „für Wertheim im äußerst akzeptablen Rahmen. Ich baue nichts mit der Absicht, dann Großstadtpreise zu verlangen.“

Auch mit seiner Antwort auf die Frage nach den Kosten für das Bauvorhaben hält sich der Eigentümer sehr bedeckt. „Ich kann versichern, für Wertheim ist das schon ein sehr großes Projekt“, sagt er und bestätigte zumindest einen mehrstelligen Millionenbetrag.

An diesem Dienstagmittag steht nicht nur Norbert Meyer mit einer Schaufel bewaffnet auf der Baustelle. Neben Edgar Beuchert (Geschäftsführer der Stadtentwicklungs-Gesellschaft), Klaus Hoppe (Geschäftsführer des Bauunternehmens Behringer) ist auch Markus Herrera Torrez vor Ort. Er beantwortet gleich zu Anfang seiner kurzen Ansprache die Frage, wieso ein Oberbürgermeister bei einem Spatenstich für ein privates Bauvorhaben dabei ist. Das leere Gebäude habe eine gewisse Nostalgie versprüht, aber auch eine gewisse Tristesse. „Deshalb war es auch ein Signal für fehlenden Fortschritt, den wir auf dem Wohnungsmarkt in Wertheim hatten.“ Den Bau dieser Wohnungen sieht der OB nun als Symbol dafür an, dass sich in der Stadt derzeit etwas ganz massiv ändert.

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Markus Herrera Torrez erwähnte auch den Beschluss des Gemeinderats, eine Wohnraumstrategie entwickeln zu wollen (siehe Artikel unten). Wie wichtig der Stadt Wertheim dieser Neubau ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass sie sich mit 300 000 Euro an den Abrisskosten beteiligte.

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