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Schlosserlebnistag - Programm des Fördervereins kam bei Kindern und Erwachsenen gut an

Spaß an Spielen und Kunst im Hofgartenschlösschen

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mae
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Im Hofgartenpark spielte die „Dixie.Jazz.Band“ zur Unterhaltung der Besucherinnen und Besucher des Schlosserlebnistags. © Ernst

Hofgarten. An vielen Orten fand am Sonntag auf Initiative des Vereins Schlösser-Burgen-Gärten Baden-Württemberg der Schlosserlebnistag statt. In Wertheim bot dabei der Förderverein Schlösschen im Hofgarten ein buntes Programm für die ganze Familie. Unter dem Motto „Tierisch gut“ konnten Kinder mit ihren Eltern an verschiedenen Aktivitäten im und um das Schlösschen teilnehmen.

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Das 1777 als Sommerresidenz des Grafen Friedrich Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Virneburg errichtete und von seinem Nachfolger im klassizistischen Stil umgebaute Schlösschen ist umgeben von einem englischen Landschaftspark, der ebenfalls in das Geschehen eingebunden wurde. An verschiedenen Stationen hatten Kinder und Erwachsene Spaß bei verschiedenen Outdoorspielen.

Geboten wurden etwa eine Schnipseljagd zu den Sehenswürdigkeiten im Park, Wurfspiele oder Basteln mit Umwelt-Bildungsreferentin Julia Groothedde. Bei Letzterem wurden nur natürliche Materialien verwendet.

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So manche Familie nutze die weitläufigen Wiesen für ein kleines Picknick und lauschte der Musik der „Dixie.Jazz.Band“, die sich ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen gesucht hatte. Dabei wechselten die Stücke der sieben Musiker von getragenem Blues bis hin zu südamerikanischen Rhythmen,

Da die Sonne unerbittlich vom Himmel strahlte, war es gut, dass der Förderverein und Museumsleiterin Stefanie Arz viele Pavillons mit Sitzbänken aufgestellt hatten. Hier ließ es sich aushalten.

Auch im Schlösschen war viel geboten – und es war kühler in den altehrwürdigen Gemäuern. Im großen Gartensaal konnten Kinder in Rokoko-Verkleidungen, sich schminken lassen oder eine eigene Krone basteln. Im ersten Stock durfte man an einer fürstlichen Tafel Platz nehmen und verschiedene Gläser bewundern. Wer wollte, dürfte etwa einen „Daumenhumpen“ oder zartes venezianisches Glas berühren. Der „Daumenhumpen“, so erfuhren die Kinder, hat seinen Namen von den Vertiefungen in der Außenwand des Gefäßes, sodass der Nutzer auch mit fettigen Fingern das wertvolle Glases fest in der Hand halten konnte. Für solch einen Effekt sorgten die Noppen an den so genanten „Noppengläsern“.

Im Nebenraum konnte man sich bei Harfenmusik von Hanna Kirchner entspannen und sich von der Virtuosität der Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ verzaubern lassen.

Wer dann noch Lust auf mehr Kultur hatte, lief durch die neu gestalteten Räume des Schlösschens und schaute sich die Sonderausstellung „Kunst geht neue Wege – Die Berliner Secession“ an.

Die außergewöhnlichen Bildkompositionen mit über 60 Werken sind in den Räumen nach Themen geordnet und werfen ein vollkommen neues Licht auf die Zeit der Künstlerorganisation des späten 19. Jahrhunderts bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Neben dem Kunsterlebnis war der große Vorteil der Ausstellung, dass die Räume klimatisiert sind. „Die wertvollen Gemälde würden sonst Schaden nehmen“, hatte Stefanie Arz die Maßnahme begründet, die nun auch allen Besuchern Kühlung brachte. Das wurde natürlich gerne angenommen, genauso wie die Schattenplätze im Garten, als man sich wieder traf, um der Musik zu lauschen.

Die viele Arbeit der Vereinsmitglieder im Vorfeld hat sich auf jeden Fall gelohnt, konnte man doch erneut einige Menschen erstmals im Schlösschen begrüßen, das oft als Kleinod an der Peripherie nicht die Aufmerksamkeit genießt, die es sicherlich verdient. mae

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