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Badische Landesbühne - „Rapunzel“ und „Ein Sommernachtstraum“ am 28. Juni zu sehen

Sommertheater auf der Burg

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Beim Sommertheater auf der Wertheimer Burg spielt das Ensemble der Badischen Landesbühne das Familienstück „Rapunzel oder Wen die Liebe trifft“. © Peter Empl

Wertheim. Die Badische Landesbühne (BLB) führt am Dienstag, 28. Juni, auf der Wertheimer Burg ihre beiden Sommerstücke auf. Im Familientheater wird um 17 Uhr „Rapunzel oder Wen die Liebe trifft“ von Katharina Schlender und den Brüdern Grimm gespielt. Am Abend folgt um 20.30 Uhr William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“.

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Die Zwillinge Friedrike und Friedrich schlagen gemeinsam das Buch ihrer märchenhaften Familiengeschichte auf und blicken in die Vergangenheit: Ihre Großmutter Grete wünscht sich von Herzen ein Kind. Endlich schwanger, überkommt sie der Heißhunger auf die Rapunzeln aus dem Garten ihrer Nachbarin. Gretes Mann wird beim Diebstahl der Rapunzeln von der Zauberin Gotel erwischt, die als Wiedergutmachung das Neugeborene fordert. Aus Angst, jemand könnte ihr das Kind namens Rapunzel wieder wegnehmen, schirmt Gotel es von der Außenwelt ab.

Aber Rapunzel ist neugierig und will sich ihren Platz in der Welt erobern. Gotel passt das nicht. Deshalb sperrt sie das Mädchen in einen abgelegenen Turm im Wald. Rapunzel beklagt sich und wird von Prinz Thomas gehört, der weder kämpfen noch König werden will. Er bittet sie, ihr langes Haar herunterzulassen und klettert zu ihr hoch: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Eifersüchtig auf das junge Glück, schickt die Gotel Rapunzel in die Wüste. Aber die Liebe ist stärker als alles auf der Welt.

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Katharina Schlenders moderne Theateradaption des bekannten Grimm-Märchens erzählt von Liebe, Angst und Mut. Sie ist ein humorvolles Plädoyer für Zweisamkeit und Unabhängigkeit.

Bei der Aufführung am Abend geht es um zwei unglücklich verliebte Paare. Sie verirren sich in einem magischen Wald und können bald nicht mehr unterscheiden, wer wen liebt – und warum. Denn in dieser naturhaften Gegenwelt herrschen nicht nur die unberechenbaren Emotionen des Elfen-Königspaars Titania und Oberon, sondern auch die Zauberkräfte des Kobolds Puck. Die jungen Liebenden sehen sich in eine andere Dimension geworfen und taumeln durch das Dickicht ihrer Gefühle. Erst der neue Tag lässt sie wieder vergessen, was in der Nacht aus den Fugen geraten ist. Oder war alles bloß ein Traum? „Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich einfallen lässt, diesen Traum auszulegen“, sagt am Ende der Weber Zettel, dem in dieser Nacht besonders übel mitgespielt wird.

Trotz seiner Warnung wagt es die Badische Landesbühne, das poetische Verwirrspiel um Träume, Fantasien und Identitäten alle zehn Jahre auf die Freilichtbühle zu bringen und somit die stärkste Macht der Welt zu feiern: die Liebe.

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