Corona-Lenkungsstab - Freibad im Stadtteil Bestenheid in den Christwiesen soll noch in diesem Monat geöffnet werden Sommerprogramm für Familien anbieten

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stv
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Noch im Juni soll das Freibad öffnen. Doch die Badesaison 2020 wird coronabedingt anders sein als gewohnt. © Bädergesellschaft

Von einer neuen Normalität spricht Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez im Zusammenhang mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen. In greifbare Nähe rückt nun die Badesaison.

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Wertheim. Knapp ein Vierteljahr nach dem großen Lockdown sind in Wertheim fast alle Einrichtungen wieder offen oder zumindest mit einer Perspektive für die Wiedereröffnung versehen. Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung informiert, gilt das auch für das Freibad in den Christwiesen, das zeitnah, auf jeden Fall aber noch in diesem Monat geöffnet werden soll. Für die Bolzplätze in der Stadt und für den Skaterpark wird nach einer Lösung gesucht, damit diese Freizeitanlagen wieder genutzt werden können.

„Bund, Land und Stadt haben unter Beweis gestellt, dass nach dem vollständigen Lockdown auch eine Rückkehr zu einem neuen normalen Leben möglich ist. Diese neue Normalität erleben wir nun“, erklärte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez in der Schaltkonferenz des Corona-Lenkungsstabs.

Freiheit hat sich erhöht

Nahezu alle Einrichtungen seien wieder in eingeschränkter Form geöffnet. Auch die eigene Kontakt- und Bewegungsfreiheit habe sich erhöht. „Gleichzeitig bedeutet die neue Normalität aber auch, dass Veranstaltungs- und Personenbegrenzungen sowie Abstands- und Hygieneregeln uns noch lange Zeit begleiten werden. Diese Einschränkungen sind zwar unbequem, sie können aber Leben retten“, betonte der Oberbürgermeister. Die Erleichterungen könnten nur aufrechterhalten werden, so lange die Entwicklung der Infektionslage dies zulasse.

Vorbereitungen laufen

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Schon jetzt ist klar, dass ein regulärer Badebetrieb in der Saison 2020 nicht möglich sein kann. So wird es auf jeden Fall eine Begrenzung der täglichen Besucherzahlen geben müssen und die Gäste werden sich nicht alle zur gleichen Zeit im Schwimmbad aufhalten können.

Gemeinsames Ziel aller Verantwortlichen aber ist es, unter strikter Beachtung des Infektionsschutzes vor allem für Familien ein Kinder- und Familiensommerprogramm anbieten zu können.

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Deshalb arbeitet die Bädergesellschaft mit Hochdruck daran, das Freibad in den Christwiesen so bald als möglich wieder öffnen zu können. „Auf jeden Fall noch im Juni“, lautet die Botschaft aus dem Lenkungsstab. Das geschieht momentan allerdings auf einer unsicheren Grundlage, denn die angekündigte und notwendige Rechtsverordnung des Landes gibt es noch nicht.

Regelungen für Veranstaltungen

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Veröffentlicht hat das Land inzwischen die Verordnung, in der geregelt ist, unter welchen Bedingungen öffentliche Veranstaltungen mit weniger als 100 Besuchern zugelassen sind. Mitwirkende zählen dabei nicht zur Höchstteilnehmerzahl.

Es muss zugewiesene Sitzplätze geben, ein Mindestabstand ist einzuhalten und Kontaktdaten der Besucher müssen erhoben werden, um gegebenenfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Allgemeine Hygieneregeln sind in besonderem Maße zu beachten. „Wir werden schauen, was wir unter diesen Bedingungen den Sommer über beispielsweise im Burggraben noch anbieten können“, kündigte Bürgermeister Wolfgang Stein in diesem Zusammenhang an.

Das schöne Wetter lockte am zurückliegenden langen Wochenende auch in Wertheim viele Menschen ins Freie.

Dabei ging es in den Außenanlagen der gastronomischen Betriebe und in den Straßencafés nach Aussage von Ordnungsamtsleiter Volker Mohr noch geordnet zu.

Aber es habe auch Bereiche gegeben, wie etwa den Spielplatz in der Leberklinge, in denen die Abstandsregeln nur schwer einzuhalten waren. Aber auch hier gelte nach wie vor das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. stv