Gemeinderat "Schlag ins Gesicht der Wirte der Stadt"

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Wertheim. Der noch junge Eigenbetrieb "Burg" benötigt und bekommt im nächsten Jahr aus dem städtischen Haushalt 307 000 Euro zur Bewirtschaftung und einen Investitionszuschuss in Höhe von 468 300 Euro.

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Beides wurde vom Gemeinderat, ebenso wie der Wirtschaftsplan, am Montag bei Gegenstimmen von Richard Diehm (Bündnis 90/Die Grünen) und Ingo Ortel (SPD) gebilligt. Er sehe die Ausgaben für die Burg "mit Argwohn", begründete Ortel. Den Gesamthaushalt der Stadt habe er - anders als Diehm (wir berichteten) - deshalb nicht ablehnen wollen, hier aber stimme er nicht zu. Insbesondere kritisierte Ortel die Förderung der Burggastronomie mit Steuergeldern.

Dies sei "ein Schlag ins Gesicht für die Wirte in der Stadt" und "eine Wettbewerbsverzerrung". Er hoffe, dass künftig noch mehr Kolleginnen und Kollegen im Rat die Sache so sähen wie er. "Die Burg ist eine Ruine, die Bürger lieben sie auch schon so, wie sie vorher war."

Ohne Diskussion und jeweils einstimmig wurden die weiteren Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe "Gebäudemanagement", der für die Bewirtschaftung einen Betrag in Höhe von rund 4,424 Millionen Euro erhält, "Wald" und "Baubetriebshof" beschlossen. ek