Eigenbetriebe - Jahresabschluss 2019 für Wertheimer Baubetriebshof vorgelegt Rund 100 000 Euro Verlust

Von 
Heike Barowski
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Das Streuen im Winter ist eine der Aufgaben des Baubetriebshofs. Durch milde Winter wird in Zukunft weniger Salz benötigt, vermuetet der Leiter des städtischen Baubetriebshofs, Jürgen May. Das schlägt sich in der Jahresbilanz nieder. © Barowski

Wertheim. Der Baubetriebshof hat im Jahr 2019 einen Verlust von 99 963 Euro eingefahren. Das gab auf der Sitzung des Betriebsausschusses Referatsleiter Achim Hörner bekannt. Er stellte dem Gremium den Jahresabschluss 2019 vor.

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Die Aufwendungen umfassten im vergangenen Jahr insgesamt 2,63 Millionen Euro. Sie lagen damit rund 24 000 Euro unter dem Planansatz. Die Steigerung zum Vorjahr resultiert aus der Eingliederung der Stadtreinigung in diesen Eigenbetrieb. Größter Posten dabei: der Personalaufwand. Dieser betrug 1,83 Millionen Euro und lag rund 20 000 Euro unter dem Plan. 385 00 Euro entfielen auf den Materialaufwand und 252 400 Euro auf Abschreibungen. Die Erträge insgesamt bezifferte Wolf auf 2,54 Millionen Euro. Sie blieben Damit ebenfalls rund 24 000 Euro unter dem Plan. Im Wesentlichen werden die Ertäge durch die Umsatzerlöse in Höhe von 2,5 Millionen Euro bestimmt.

Die Investitionen, beispielsweise für die Anschaffung einer Kehrmaschine, eines Universalgeräts, eines Aufbaustreuers für einen Unimog, eines Heißwassergeräts zur Wildkrautbehandlung, eines Radladers, eines Transporters und eines Aufsitzrasenmähers, beliefen sich im Jahr 2019 auf rund 408 000 Euro. Ein Kredit in Höhe von 300 000 Euro wurde in Anspruch genommen. Dem standen Tilgungen in Höhe von 130 000 Euro entgegen.

Hörner wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Baubetriebshof kein gewinnorientiertes Unternehmen sei.

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Abzüglich des Verlusts von 99 963 Euro vom bisher erwirtschafteten Gewinn in Höhe von 175 823 Euro bleibt am Ende des Jahres 2019 ein Gewinnvortrag von 75 860 Euro. Rückstellungen (154 578 Euro) und Verbindlichkeiten auf der Passivseite sowie Anlage- und Umlaufvermögen auf der Aktivseite sorgen für eine Gesamtbilanzsumme von 1,6 Millionen Euro. Willibald Goldschmitt von der Stabsstelle Rechnungsprüfung bescheinigte eine ordnungsgemäße Abrechnung.

Neben Fragen zu höheren Rückstellungen und steigenden Kfz-Versicherungen wurde auch über die Möglichkeit des Leasings der Maschinen diskutiert. Dies sei eine einfache Rechenaufgabe, indem man Kauf, Verzinsung, Abschreibung und Versicherung gegen die anfallenden Leasing-Gebühren aufwiegt, schaltete sich Fachbereichsleiter Helmut Wießner ein. Er bestätigte, dass diese rechnerische Abwägung vor jedem Kauf gemacht werde, die Konkurrenz bei den Leasingangeboten allerdings überschaubar sei.

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In Sachen Personalkosten verwies Hörner darauf, dass eigentlich eine weitere Stellenbesetzung geplant sei, dies sich jedoch durch den Lockdown verzögere.

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Lobend wurde von Bernd Hartmannsgruber (CDU) die Reinigung der Odenwaldhütte erwähnt. Der Zustand sei seit der Eingliederung deutlich besser.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Wertheim