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Rotary Club Wertheim - Spontane Sammelaktion ermöglichte, dass Stromgeneratoren und Bautrockner gekauft und ins Hochwassergebiet gebracht werden konnten / Rotarier auch vor Ort im Einsatz

Rotary Club Wertheim: 23 700 Euro für Hochwassergeschädigte gesammelt

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rcwe
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Der Präsident des Rotary Clubs Wertheim, Jonathan Klüpfel (rechts), konnte eine großzügige Spende an Thomas Preisendanz, Governor des Distriktes 1830, für die Opfer der Hochwasserkatastrophe übergeben. © Rotary Club Wertheim

Wertheim. Die verheerende Hochwasserkatastrophe im Juli hat eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst, die auch bei den Rotary Clubs in Deutschland zu einer ungeahnten und überwältigenden Spendenbereitschaft geführt hat, so auch beim Rotary Club Wertheim.

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Innerhalb weniger Tage gingen über den Spendenaufruf an die einzelnen Clubs knapp 1,7 Millionen Euro ein. Inzwischen sind es weit mehr als 3 Millionen Euro, sagt Thomas Preisendanz, Governor des Distriktes 1830, zu dem auch der Wertheimer Rotary Club gehört.

Zum Selbstverständnis des Rotary Clubs Wertheim gehöre es, sagte sein Präsident Jonathan Klüpfel, Menschen in Not zu helfen. Und so freute er sich sehr darüber, dass er im Namen des Wertheimer Clubs Thomas Preisendanz am Rande eines Konzertes der Jeunesses Musicales einen Scheck in Höhe von 23 700 Euro für die Soforthilfe für die betroffenen Menschen in den Hochwassergebieten übergeben konnte.

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Thomas Preisendanz dankte ihm herzlich dafür. Denn das Hochwasser habe, wie er sagte, fürchterliche Spuren hinterlassen.

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Davon wusste auch der Wertheimer Rotarier Thomas Lettmann nach seiner Rückkehr aus den Hochwassergebieten in einem Vortrag bei einem Meeting zu berichten. Er sei nach Odendorf bei Euskirchen gefahren, in ein Dorf, in dem Verwandte von ihm leben. Was er dort an Zerstörung erlebte, übertraf bei weitem das, was man sich von den Bildern her vorstellen konnte. Im Gepäck hatte er Bautrockner und Notstromaggregate bei sich. Die Logik der Katastrophe brachte es mit sich, dass diese Geräte im weiten Umkreis um die Hochwasserbrennpunkte ausverkauft waren. In dieser Phase setzte die Hilfsaktion des Rotary Clubs Wertheim ein. Von spontanen Spenden der Mitglieder konnten noch die letzten Stromgeneratoren und Bautrockner gekauft werden. Ein Mitglied stellte seinen Transporter zur Verfügung, ein anderes packte die Geräte hinein und fuhr am ersten Wochenende nach der Flut ins Hochwassergebiet unterhalb der übergelaufenen Steinbachtalsperre. Im Ort waren bereits überwältigend viele Hilfs- und Versorgungsangebote eingegangen. Am Marktplatz habe es eine Art Helfervermittlungsbörse gegeben, bei der sich viele Menschen angeboten hätten. In öffentlichen Hallen wurden Supermärkte aufgebaut und überall wurden Lebensmittel und Getränke angeboten. Wasser und Abwasser funktionierten noch, aber Strom gab es nicht mehr. Immerhin konnte man sich über Handys verständigen, da ein provisorischer Funkmast aufgebaut wurde. Überhaupt, so Thomas Lettmann, sei viel durch Eigeninitiative wieder zum Laufen gekommen und insgesamt habe man gut Hand in Hand arbeiten können. Auch am Haus seiner Verwandten, das unbewohnbar geworden sei, standen vier junge Helfer bereit und schippten den ganzen Tag Schlamm. So wie Thomas Lettmann und seine Mithelfer haben es viele Rotarier gemacht, sind in die Katastrophengebiete gefahren und haben geholfen, wo sie gebraucht wurden. rcwe

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