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Am Amtsgericht verhandelt - Handy während Fahrt bedient

Richterin zweifelt an Angaben

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goe
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Wertheim. In einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren lautete der Vorwurf gegen einen Kaufmann aus Wertheim, er habe als Fahrer während der Autofahrt ein Handy benutzt.

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Weil der Mann nicht zum ersten Mal erwischt wurde, sollte er ein erhöhtes Bußgeld von 120 Euro zahlen. Der Regelsatz beträgt 100 Euro. Dem Fahrer drohte außerdem der Eintrag eines weiteren Punkts im Flensburger Fahreignungsregister.

Einspruch eingelegt

Der 36-Jährige legte Einspruch ein. In der Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim sagte er aus, er habe kein Handy sondern lediglich das Ladegerät in der Hand gehabt. Die Richterin machte deutlich, dass sie ihm nicht glaubte, könne aber das Gegenteil nicht beweisen. Und so kam es zum Freispruch.

Im März überwachte die Polizei den Verkehr von Wertheim Richtung Eichel an einer Stelle, an der der Verkehr recht langsam unterwegs ist. Ein Beamter und seine Kollegin waren sich einig, dass der vorbeifahrende Geschäftsmann in der rechten Hand ein Handy hielt, den Daumen auf dem Display. Sie machten Meldung an die 300 Meter weiter gelegene Anhaltestelle.

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Dort veranlassten Beamte den Betroffenen zum Anhalten. Auf dem Beifahrersitz lag ein eingeschaltetes Handy.

Um weitere Zeugen zu hören, kam es bei Gericht zum zweiten Verhandlungstermin.

Der Unternehmer behauptete, er habe kein Handy benutzt, sondern das Ladegerät und zum Starten des Vorgangs eine Taste gedrückt.

„Höchste Zweifel“

Beim zweiten Termin fehlte der Betroffene, laut seinem Verteidiger musste er wegen einer Beerdigung in die Türkei. Die Polizisten von der Anhaltestelle konnten sich nicht erinnern, ob damals beim Handy auch ein Ladegerät lag.

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Die Richterin äußerte „höchste Zweifel“ an der Einlassung des Unternehmers und machte deutlich, dass er beim nächsten Mal mit so einer Geschichte nicht mehr durchkommen werde. goe

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