Vorwurf Körperverletzung

Richterin stellt Verfahren ein

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goe
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Wertheim. In einer Asylunterkunft auf dem Wartberg soll im Oktober 2019 ein Mann einem anderen ins Gesicht geschlagen haben. Der Beschuldigte musste sich jetzt beim Amtsgericht Wertheim wegen Körperverletzung verantworten. Er hatte Glück, denn das Opfer erklärte als Zeuge, er habe weder einen Schaden davon getragen noch ein Interesse an der Strafverfolgung.

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Im Hinblick auf die zu erwartende Strafe in einem weiteren gegen den Beschuldigten vorliegenden Verfahren stellte die Richterin mit Zustimmung von Staatsanwaltschaft und Verteidigers das Verfahren wegen Körperverletzung ein. In dem anderen Fall ging es um Bedrohung im Rathaus Wertheim. Der Angeklagte bekam sechs Monate mit Bewährung (wir berichteten).

In der Verhandlung bestritt der Angeklagte die Körperverletzung. Die Polizeibeamtin, die mit einem Kollegen damals vor Ort war, erinnerte sich. Sie sprach von einem psychischen Ausnahmezustand des Beschuldigten, barfuß und mit nacktem Oberkörper sei er auf der Wiese vor dem Haus hin und her gelaufen. Dem Geschädigten, der seit zehn Tagen in der Wohnung lebte, habe sie seine Rechte erklärt und er habe den Strafantrag wegen Körperverletzung unterschrieben.

Der Geschädigte erklärte als Zeuge, dem Vorfall damals sei kein Streit vorausgegangen, und der Angriff aus heiterem Himmel erfolgt. Der 27-Jährige machte wortreich deutlich, dass er nicht nachtragend sei. goe

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