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Im Josephsaal

Restaurierung des barocken Bodens im Kloster Bronnbach

Originalsubstanz wird erhalten. Absolute Rarität

Von 
lra
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Bronnbach. Der barocke Felderboden im Josephsaal wird seit April von den Holzrestauratoren des Ateliers Uttenrodt aus Benningen (Landkreis Ludwigsburg) restauriert. Vorausgegangen war eine Bestandsuntersuchung mit dem Ergebnis, dass schnell gehandelt werden muss, um die Originalsubstanz des Holzbodens zu erhalten.

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Wie die Verantwortlichen des Landratsamts des Main-Tauber-Kreises nun mitgeteilt haben, ist der Holzboden im Josephsaal eine absolute Rarität. Denn es ist noch der originale Boden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit Intarsien aus Eichenholz.

Fachleute restaurieren seit einigen Monaten den barocken Holzboden im Josephsaal des Klosters Bronnbach. In mühevoller Kleinarbeit werden Schäden und Ausbrüche behoben. © Landratsamt Main-Tauber-Kreis/ Carmen Schmitt

Um den Josephsaal weiterhin als Fest- und Empfangssaal nutzen zu können und gleichzeitig den Boden zu schonen, bedarf es in Zukunft einiger Anpassungen. Das betrifft beispielsweise die Bestuhlung des Saals. Hier soll den Empfehlungen aus dem Schadensgutachten gefolgt und Vorkehrungen getroffen werden, um punktuelle Belastungen des Bodens künftig zu vermeiden.

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Katja Bauroth
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„Die Restaurierungsarbeiten sind in fünf Bauabschnitte aufgeteilt, um die über die Jahre aufgetretenen Schäden zu beheben. Mit Beginn des ersten Bauabschnitts hatten die Arbeiten im April abschnittsweise begonnen, so dass Führungen weiterhin möglich waren und Veranstaltungen nicht abgesagt werden mussten“, berichtet Kulturamtsleiter Frank Mittnacht. Bei den Restaurierungsarbeiten wurden speziell für diesen Holzboden angepasste Methoden eingesetzt. Diese ermöglichten es, die hohl liegenden Schwachstellen der Holzbodenkonstruktion substanzschonend und denkmalgerecht zu hinterfüllen und zu festigen. Die Holzoberfläche wurde gereinigt, Fehlstellen wurden ergänzt und die ergänzten Holzteile farblich an die originalen Bodenbretter und Eichenfriese angepasst. Außerdem brachten die Experten auf dem gesamten Boden deinen Schutzüberzug mit einer Hartölmischung auf.

Im fünften und letzten Bauabschnitt im Oktober erhält der Boden den abschließenden Schutzüberzug. Danach wird er für alle Besucherinnen und Besucher der Klosteranlage wieder in „altem“ Glanz erstrahlen.

Für die Bodenrestaurierung sind rund 81 000 Euro veranschlagt. Etwa ein Drittel davon wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert, so das Landratsamt abschließend. lra

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