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Ortschaftsrat Reicholzheim - Saniertes Gemeindezentrum kurz vor Fertigstellung / Ruheliegen am Satzenberg kommen gut an

Reicholzheim: Gegen Photovoltaikanlage ausgesprochen

In der Ortschaftsratssitzung in Reicholzheim wurde umfassend über die Entwicklungen im Dorf informiert.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Nach langer Zeit fand eine Sitzung des Ortschaftsrates in Reicholzheim im sanierten Gemeindezentrum statt. © Grein

Reicholzheim. Erstmalig fand die Sitzung des Ortschaftsrats Reicholzheim wieder im Gemeindezentrum des Dorfs statt. Dieses wurde umfassend saniert und erhielt unter anderem einen Aufzug.

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Wie Ortsvorsteher Sebastian Sturm berichtete, fehlen nur noch Restarbeiten. So müssen unter anderem noch Rauchmelder und Notausgangsschilder geliefert und montiert werden. „Sobald beides installiert ist, können die Räume auch wieder für Kurse freigegeben werden.“ Sturm hofft darauf, dass die Restarbeiten schnellstmöglich abgeschlossen sind. Ein Problem seien fehlende Kapazitäten bei den Handwerkern.

Sechs Beschlüsse wurden im Ortschaftsrat per Umlauf und einstimmig gefasst. Dabei handelte es sich um Anträge für Neubauten, sowie um Anträge auf Nutzungsänderungen. Außerdem wurde der Sanierung und dem Austausch von zwei Holzstützen in der neuen Galerie des Prälatenbaus des Klosters Bronnach zugestimmt. Die Maßnahme ist aufgrund von Schädlingsbefall der Stützen nötig. Zustimmung gab es auch für die Errichtung von 23 Stellplätzen für einen Firmenparkplatz in der Alten Heerstraße in Reicholzheim.

In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Ortschaftsrat die Verpachtung des Jagdbogens Reicholzheim an die bisherige Jagdgemeinschaft für weitere neun Jahre beschlossen. Es handelt sich um einen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat. Der Jagdbogen ist deckungsgleich mit der Gemarkung Reicholzheim. Jagdberechtigt sollen damit weiterhin Siegfried Roth, Rudolf und Armin Pleninger, Caspar Wiechert, Christian König, Karl und Stefan Garrecht sowie Herbert Roth sein.

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Keine Stellung nehmen konnte der Ortschaftsrat bei der denkmalrechtlichen Genehmigung für den Anstrich der Außenfassade eines Hauses in der Schillstraße. Den ersten Farbwunsch des Eigentümers hatten Stadtverwaltung und Landesdenkmalamt abgelehnt. In Folge hatte es einen Vor-Ort-Termin gegeben, bei dem vereinbart wurde, dass der Eigentümer einen neuen Farbvorschlag machen sollte. Da dies bisher nicht erfolgt sei, gab das Gremium noch keine Stellungnahme ab.

Sturm gab bekannt, dass die Ortsverwaltung nun wieder jeden Freitag von 9 bis 13 Uhr im Gemeindezentrum geöffnet hat. Er dankte Peter Berberich, der in der Zeit der coronabedingten Schließung die Ausgabe der gelben Säcke im Dorf übernommen hatte. Seinen Dank sprach er zudem dem katholischen Pfarramt aus. Während der Sanierung des Gemeindezentrums war die Ortsverwaltung zeitweise in Räumen im Pfarrhaus untergebracht.

Dank gab es für die Helfer, die die Ruheliegen am Satzenberg, Pfaffenberg und Dickbuckel sowie an der Kappel aufgestellt haben, sowie den Helfern, die die passenden Informationsschilder neben den Liegen aufstellten. Die Schilder beinhalten Informationen zur Umgebung rund um die Bank. Die Liegen würden gerne genutzt, auch von Wanderern, so Sturm. Die Ruheliegen sind Teil eines Projekts des Main-Tauber-Kreises, das durch „Leader“-Mittel gefördert wurde.

Zur Ehrenamtsveranstaltung „Miteinander - Füreinander“ hat die Ortschaft drei Erwachsene gemeldet. Der Ortsvorsteher wies auf die Möglichkeit von Glasfaseranschlüssen durch die BBV Deutschland hin und lud die Einwohner ein, das Informationsangebot des Unternehmens zu nutzen.

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Weiter berichtete er, dass sich der Ortschaftsrat grundlegend gegen einen geplanten Photovoltaikpark auf Reicholzheimer Gemarkung aussprach. Es hatte eine erste Anfrage für die Errichtung einer großen Anlage auf fürstlichen Flächen gegeben. Angedacht war eine Fläche im Bereich Steinrutsche, sowie am Klettenacker oberhalb des Dickbuckel. Der Ortschaftsrat habe das Projekt einstimmig abgelehnt. Bedenken gab es, weil die geplanten Flächen im Naherholungsgebiet liegen und der Landwirtschaft fehlen würden. Auch die Nähe zum Kloster Bronnbach als Kulturdenkmal sah man kritisch. Hinzu kamen Bedenken wegen der nötigen Leitungslänge. Es wäre die Verlegung einer sechs Kilometer Anschlussleitung bis zum Umspannwerk auf dem Reinhardshof nötig. Reicholzheimer Bürger hätten ebenfalls eindeutig Stellung gegen das Vorhaben bezogen. „Wir sind verwundert, dass der Oberbürgermeister das Projekt ohne Rücksprache vor Ort weiterverfolgen möchte.“ Dies sei keine schöne Art und wecke falsche Hoffnung, ärgerte sich Sturm.

Aus den Reihen der Bürger wurde auf die Verkehrssituation in der Schillstraße hingewiesen. Dort werde noch immer schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer gefahren. Zudem habe die Straße Risse. der Vorschlag: nach der sanierung der Straße eine Art Pflasterbuckel einzubauen, um den Verkehr zu bremsen. Sturm erklärte, dass aufgrund der Haushaltslage der Stadt eine Sanierung der Schillstraße in den kommenden Jahren wohl nicht denkbar sei. Er vermutete, dass bei Pflasterbuckeln die Lärmbelästigung durch Abbremsen und Anfahren noch ansteigen werde.

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