Werkrealschule - Beim GEO-Tag der Artenvielfalt gab es für die Schüler in Urphar/Lindelbach viel zu entdecken / Schirmherrschaft hatte MdB Alois Gerig übernommen Radius der Forschungen noch erweitert

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Elmar Kellner
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Was im Bach, im Matsch oder auf der Wiese gefunden wird, gilt es zu dokumentieren. Mit einfachen, aber wirkungsvollen Hilfsmitteln gingen die Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungstour.

© Elmar Kellner

Im Schlamm und Dreck wühlten die Schüler der Werkrealschule Urphar/Lindelbach. Mit Erfolg. Beim GEO-Tag der Artenvielfalt wurde erneut die Natur um die Schule inventarisiert.

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Urphar/Lindelbach. Zum zweiten Mal hat die Werkrealschule Urphar/Lindelbach am GEO-Tag der Artenvielfalt teilgenommen. Und wie im Vorjahr waren die Schülerinnen und Schüler auch am Freitag wieder mit Feuereifer bei der Sache. Motivierend dazu beigetragen hat sicher die Tatsache, dass, anders als eigentlich vorhergesagt, das Wetter hielt und es trocken blieb.

Idyllische Lage

"Der Schirm von Alois Gerig war groß genug", scherzte Rektor Lothar Fink. Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Parlament hatte die Schirmherrschaft übernommen und kam am Nachmittag auch persönlich vorbei. Dabei staunte er nicht schlecht über die idyllische Lage der Schule mitten im Grünen.

Natur vor der Tür

Genau das ist die ideale Voraussetzung für eine Teilnahme an einer Veranstaltung wie dem GEO-Tag der Artenvielfalt, denn man muss praktisch nur aus der Tür treten und ist sofort in der Natur. Dorthin hatte es die Mädchen und Jungs am Vormittag dann auch getrieben.

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Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, den beiden externen Experten Joachim Busch und Rudi Schneider und mit der Wertheimer Diplom-Biologin Vanessa Krimmer, von der die Initiative für die Teilnahme ausgegangen war, wurden das Lindenbächle, das Wäldchen und die Wiesen an der Schule genauestens unter die Lupe genommen und sozusagen inventarisiert. Was man fand, wurde später in der Schule mit Hilfe einschlägiger Literatur bestimmt und katalogisiert und die Daten dann im Computer auf der Internetseite www.naturgucker.de eingegeben.

Aber auch schon vorher hatte man sich im Unterricht mit der Thematik befasst, Werkstücke her- und Texte erstellt. All das ergab eine Ausstellung, die am Nachmittag von zahlreichen Besuchern besichtigt werden konnte. "Alles hat sehr, sehr gut geklappt", freute sich Vanessa Krimmer. Und nicht ohne Stolz vermerkte sie, dass man den Radius der Forschungen gegenüber dem Vorjahr noch einmal erweitert habe.

Hohe Motivation

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"Im Schlamm und im Dreck haben wir viel gefunden und waren insgesamt sehr erfolgreich", so die Organisation des außergewöhnlichen Naturtages, Vanessa Krimmer. Sie zeigte sich "beglückt über die Motivation der Schülerinnen und Schüler", die auch mit dazu beigetragen habe, dass die vorgegebene Zeit manchmal richtig knapp geworden sei.

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Alois Gerig würdigte in seinem Grußwort alle Beteiligten und stellte fest, "es gibt in meinem ganzen Bundestagswahlkreis wohl keine Schule, die so schön liegt, wie eure. Wo, wenn nicht hier kann man das richtige Gefühl für die Natur bekommen?", so der Politiker.

Hoher Flächenverbrauch

"Wir wissen alle, dass manches schiefläuft mit unserer Erde", kam er dann auf ernste Themen, wie den Klimawandel, zu sprechen. Gerig wies auf den hohen Flächenverbrauch hin, auf kontroverse Diskussionen um "richtige" oder "falsche" Felderbewirtschaftung und vieles andere mehr. "Es bewegt sich viel, aber noch nicht genug", so das Fazit des Abgeordneten. Deshalb sei es so wichtig, von Kindesbeinen an ein Gefühl für Natur und Umwelt zu bekommen.

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