Gesundheits- und Krankenpflegeschule - Von anfangs 13 Schülern blieben am Ende fünf erfolgreiche Absolventen übrig Prüflinge waren sehr motiviert

Von 
Birger-Daniel Grein
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Ihren erfolgreichen Abschluss feierten (von links) Katrin Miller, Andreas Ustapiuk, Katrin Wachtel, Irina Gebel und Lisa-Marie Pfeufer. © Birger-Daniel Grein

Fünf junge Menschen haben kürzlich ihren Abschluss an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wertheim gefeiert.

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Wartberg. Vier stolze junge Frauen und ein stolzer junger Mann nahmen am Donnerstagmittag in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Rotkreuzklinik Wertheim ihre Zeugnisse und Auszeichnungen entgegen. Die Feier musste wegen der Pandemie in kleinem Kreis stattfinden. Edith Dürr, Generaloberin der Schwesternschaft München, betonte: „Die besondere Zeit soll uns nicht abhalten, zu gratulieren.“

Pflege aktiv mitgestalten

Für die Absolventen sei es ein besonderer Tag. Sie habe sich bei einem Besuch in Wertheim vor einigen Wochen selbst davon überzeugen können, wie hoch die Motivation der Schüler war. Es sei zum Abschluss ein elitärer Kurs mit fünf Absolventen gewesen. „Sie hatten es anspruchsvoll, in so einer kleinen Klasse.“ Die Auszubildenden hätten sich bei so wenig Klassenkameraden nicht in der Masse verstecken können. Dies sei eine gute Vorbereitung fürs Berufsleben. „Dort ist jeder persönlich gefordert.“ Es gelte, den Patient im Mittelpunkt zu sehen.

Der Beruf der Absolventen sei nicht nur mit viel Wissen formal erlernt, er beinhalte auch immer eine Beziehungsebene zu den Patienten. „Sie haben ihre Koffer gut gefüllt für eine professionelle, eigenverantwortliche Arbeit auf den Stationen.“ Sie wünschte sich, dass die Absolventen Beruf und Rollenverständnis der Pflege aktiv mitgestalten und sich für ihren Berufsstand einsetzen. Dazu gehöre auch, dass sie sich gegenüber der Politik für bessere Rahmenbedingungen einsetzen.

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Sie dankte allen, die die Azubis unterstützt haben. „Mit der freigestellten Praxisanleiterin zeigt die Rotkreuzklinik ihre Investition in die Ausbildung.“ Sie sprach den Absolventen die Gratulation der Schwesternschaft aus. Besonders freute sie sich, dass drei der Absolventen in der Wertheimer Klinik bleiben.

Schulleiterin Martina Zipf stellte einleitend fest, die Schüler hätten drei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet und an ihm in den letzten Prüfungen noch mal ihr Können gezeigt: „Wir freuen uns, dass sie alle bestanden haben.“ Es seien drei besondere und herausfordernde Jahre gewesen, vor allem das letzte Jahr, in dem der Unterricht unter Coronabedingungen gemeistert werden musste. Die Klasse sei vor drei Jahren mit 13 Schülern gestartet. Im Laufe der Ausbildung habe es einen gewissen Schwund gegeben. Am Ende seien fünf Absolventen übriggeblieben: „Wir waren überzeugt, dass diese alle bestehen werden.“

Corona-Zeit gemeistert

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Als Höhepunkt der kleinen Feier erhielt jeder sein Zeugnis und Geschenke. Außerdem gab es für drei Absolventen eine Auszeichnung. Irina Gebel und Katrin Miller (beide Wertheim) wurden für eine Eins im mündlichen Examen ausgezeichnet. Andreas Ustapiuk (Wertheim) lieferte ein optimales praktisches Examen mit der Note eins ab. Außerdem hatten Lisa-Marie Pfeufer (Abtswind) und Katrin Wachtel (Wertheim) ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Zipf dankte den Prüfern und allen, die die Absolventen durch die Ausbildung begleitet hatten.

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Praxisanleiterin Alexandra Weidinger-Sans betonte, die jungen Menschen hätten einen großen Meilenstein in ihrem Leben erreicht. „Ihr habt einen Beruf mit hervorragenden Zukunftschancen gewählt, der euch viel abverlangt, der euch aber auch viel gibt.“ Die Berufsanfänger sollen nun mithelfen, die Qualität der Pflege zu erhalten und weiter voranzubringen. Es habe noch nie einen Kurs mit so vielen Aussteigern gegeben. Sie lobte die Absolventen, dass sie auch die Hürden der Coronazeit nahmen. „Nutzt eure Chance auf Weiterbildung“, betonte sie. Großartige Arbeit könne man vollbringen, wenn man liebt, was man tut, zitierte sie Steve Jobs.

Sichtlich gerührt dankten die Absolventen ihren Lehrerinnen für schöne drei Jahre mit Höhen und Tiefen: „Wir haben geweint und gelacht.“ Sie seien froh, dass sie übrig geblieben seien. Gelobt wurde der Klassenzusammenhalt. Ihrer Praxisanleiterin dankten sie für die Geduld und dass sie Tag und Nacht für ansprechbar war – „Dies haben wir teilweise auch genutzt.“

Auch allen anderen an der Ausbildung Beteiligten und dem Sekretariat dankten sie mit einem Geschenk. Dank sprachen sie der Klinikleitung aus, dafür dass diese ihnen zugehört habe und Maßnahmen für die zukünftigen Schüler ergriffen werden.

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