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Historischer Verein - Jüdischen Friedhof in Datenbank aufnehmen

Projekt zur Mainbrücke forciert

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hvw
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Wertheim. Vor rund 30 Mitglieder des Historischen Vereins umriss Vorsitzender PD Dr. Frank Kleinehagenbrock nach dem Corona-bedingten Ausfall der Jahreshauptversammlung im letzten Jahr nun die Vereinsarbeit der letzten Monate. Nach der Absage der Präsenzveranstaltungen ab März 2020 bot der Verein im laufenden Jahr digital Workshops und Vorträge an. Erfreulicherweise wurden damit auch neue Mitglieder für den Verein gewonnen, so dass die Mitgliederzahl mit derzeit 447 Mitgliedern stabil geblieben ist.

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Für die Ausstellung im Grafschaftsmuseum erwarb der Verein ein Gemälde sowie mehrere Kohlezeichnungen mit Wertheimer Motiven, ebenso Ausstellungsvitrinen für Medaillen und Münzen. Der Arbeitskreis Numismatik besteht im Jahr 2022 seit 50 Jahren. Kleinehagenbrock erwähnte auch die großzügige Spende von Werner Fuchs, der Medaillen gestiftet hat, die nun im Museum ausgestellt sind. Kassierer Helmut Arnold gab einen Überblick über die solide Finanzlage. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Workshops stoßen auf Interesse

Einen Schwerpunkt der aktuellen Vereinsarbeit stellte der Vorsitzende vor: Die Beschäftigung mit der Geschichte des Jüdischen Friedhofs. Das Interesse an dem im Frühjahr stattgefundenen Workshop und dem Vortrag sei sehr groß gewesen.

Vorgeschlagen wurde nun ein Projekt zur Aufnahme des Jüdischen Friedhofs in die Datenbank „epidat“. Zur Finanzierung solle eventuell ein Spendenaufruf erfolgen. In dieser Datenbank seien nunmehr fast 40000 Grabdenkmäler jüdischer Friedhöfe in Deutschland und einigen anderen Ländern erfasst und somit global für Interessierte, Familienforschung und Wissenschaft zugänglich.

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Der vom späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert kontinuierlich genutzte Wertheimer Friedhof könne so viel besser und seiner Bedeutung angemessen wahrgenommen werden. Der Eigentümer, die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden, hat der Aufnahme zugestimmt. Die Anwesenden stimmten dafür, dieses Thema wie vorgeschlagen weiter intensiv zu verfolgen.

Arbeitskreis gründen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die geplante Gründung eines Arbeitskreises Denkmalschutz. Unter der Leitung von Dr. Jörg Paczkowski lädt der Verein Interessierte ein, sich regelmäßig über Fragen rund um Denkmalschutz und historische Bausubstanz auszutauschen und zu beraten. Ein erstes Treffen wird im Herbst stattfinden. Klaus Thoma, Kreuzwertheimer Bürgermeister und HV-Mitglied, warb für ein gemeinsames Projekt anlässlich des Abrisses und Neubaus der seit 140 Jahren bestehenden Alten Mainbrücke. Hier könne man Veranstaltungen oder eine Ausstellung der Geschichte des bedeutenden Wertheimer Mainübergangs widmen.

Dieses Vorhaben fand einhellige Zustimmung bei den Anwesenden. Der Historische Verein könne das Thema vor allem in seinem Veranstaltungsprogramm berücksichtigen. Es wird vorgeschlagen, bald ein Koordinierungstreffen mit anderen Beteiligten einzuberufen.

Abschließend lud Dr. Monika Schaupp zur nächsten Veranstaltung des Historischen Vereins in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Wertheim am Mittwoch, 14. Juli, ein. Dies wird eine digitale Buchvorstellung mit Podiumsdiskussion über den Wertheimer Dichter, Schulmann und Rentmeister Nikolaus Rüdinger sein. Eine Online-Anmeldung kann über die Homepage des Vereins vorgenommen werden. Details über die weiteren für 2021 geplanten Vorträge und Fahrten werden gemäß der jeweils aktuellen Pandemiebestimmungen entschieden und über die lokalen Zeitungen und die Homepage des Vereins bekanntgegeben. Freuen dürfen sich alle Mitglieder auf das neue Wertheimer Jahrbuch, das Anfang August in ihren Briefkästen liegen wird. hvw

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