Gespräche laufen weiter Pro Wertheim legt Spendenkonto an

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eli
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Wertheim. Bei der Stadtverwaltung sind mittlerweile 30 000 Euro Spenden für den jüdischen Friedhof eingegangen, wie Pressesprecherin Angela Steffan auf Nachfrage mittelt. „Die Verwaltung führt, wie vom Oberbürgermeister angekündigt, Gespräche sowohl zum Konzept wie auch zur Finanzierung der Sanierung“, erklärt sie. „Das Ergebnis wird die Verwaltung dem Gemeinderat voraussichtlich noch im ersten Halbjahr zur Beratung vorlegen.“

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CDU–Fraktionsvorsitzender Axel Wältz berichtet indes, dass er bei Landrat Reinhard Frank um Unterstützung geworben habe, mit Erfolg. Das bestätigt Angela Steffan: „Der Landkreis hat eine Unterstützung in Höhe von 5000 Euro zugesagt.“

„Erinnerungsort gegen Vergessen“

Da es bislang allerdings kein zentrales Spendenkonto gibt, nimmt der Bürgerverein Pro Wertheim die Sache nun selbst in die Hand. „Um breiteren Teilen der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, auch mit Kleinspenden einen Beitrag zu diesem so wichtigen Kultur- und Erinnerungsprojekt leisten zu können, haben wir und entschlossen, ein Spendenkonto einzurichten“, teilt der Verein mit. Damit solle der Verantwortung gegenüber der gemeinsamen deutsch-jüdischen Stadtgeschichte und den unsäglichen Folgen der NS-Diktatur Rechnung getragen werden. „Der besuchbare Friedhof als Erinnerungsort gegen das Vergessen, sollte gemeinsames Ziel möglichst vieler Wertheimer Bürgerinnen und Bürger sein“, so die Mitteilung weiter. eli