Qualität lohnt sich - Renommierte deutsche Weinführer zeichnen Betriebe aus der Region aus / Höchste Bewertung für das Weingut Schlör Positives Image für Taubertäler Weine

Von 
Werner Palmert
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Das Weingut von Monika und Konrad Schlör in Reicholzheim schneidet bei den Bewertungen der Weinführer besonders gut ab. © Werner Palmert

Durchweg hervorragende Ergebnisse sind der Lohn harter Arbeit in Weinberg und Keller für zahlreiche Taubertäler Betriebe, die von renommierten deutschen Weinführern ausgezeichnet wurden.

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Main-Tauber-Kreis. Die Aufbruchstimmung der letzten Jahre in der Taubertäler Weinwelt ist deutlich zu spüren und wird in den aktuell veröffentlichten Bewertungen der renommierten deutschen Weinführermagazine „Gault & Millau WeinGuide“, „Eichelmann“ und „Vinum“ für das Jahr 2020 sowie in der Frühjahrsausgabe des Genießer- und Weinmagazins „Fallstaff“ sichtbar.

Weingut Schlör ganz vorne

Durchweg hervorragende Ergebnisse sind der Lohn harter Arbeit in Weinberg und Keller, im Bemühen, eigenständige Weine mit großer Ausdruckskraft hervorzubringen. Einmal mehr schießt das Weingut von Konrad und Monika Schlör im Wertheimer Stadtteil Reicholzheim „den Vogel“ ab. Mit vier Trauben im „Gault & Millau“, vier Sternen im „Eichelmann“ und 3,5 Sternen von „Vinum“ repräsentiert dieses Weingut die Spitze aller bewerteten Betriebe im Taubertal. Auch im „Fallstaff“ wird der Winzermeister aus dem unteren Taubertal geehrt.

Bei der Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben zeigte sich, dass man auch mit einer unterschätzten Sorte wie dem Schwarzriesling ein herausragendes Profil erarbeiten kann. Gleich mit zwei Weinen dieser Rebsorte landete das Weingut Schlör punktgleich auf Platz 1. Damit zählt das Weingut uneingeschränkt zu den besten Betrieben in Baden mit konstant hoher Qualität.

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„Mit den Sorten Spätburgunder, Schwarzriesling und in diesem Jahr auch mit dem Weißburgunder gehört unser Betrieb zu den absoluten Spitzenbetrieben Deutschlands“, freute sich Konrad Schlör im Gespräch mit den FN. „Vinum“ urteilt: „An der Spitze rangiert der Schwarzriesling ,Fyerst 1476’. Ein konzentrierter Ausnahmewein und der Beste seiner Art in Deutschland und damit wohl weltweit.“

Auf Witterung reagieren

Das Wetter ändert sich von Jahr zu Jahr. Mal ist es zu trocken, wie 2018 und 2019, mal regnet es im Sommer zu viel, oder es treten Spätfröste auf, wie in den Jahren 2011, 2016 und 2017. Gegen die Unwägbarkeiten der Witterung ist kein Weinbaubetrieb gefeit aber die Herausforderung, hochwertige Trauben zu produzieren, ist immer die gleiche. Es ist nur wichtig, sich manchmal sehr schnell auf die Gegebenheiten der Natur einzustellen.

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Dass sich dann die intensive Arbeit im Weinberg und in der Kellerwirtschaft durchaus lohnen, zeigt der Blick in die wichtigsten Weinführer auch für das Weingut Hofmann in Röttingen, das Weingut „Alte Grafschaft“ in Kreuzwertheim und das Weingut Benz in Beckstein. Vor allem mit der Sorte „Tauberschwarz“, die es nur im Taubertal gibt, ist das im Anbaugebiet Franken beheimatete Weingut von Jürgen Hofmann unschlagbar. Neben den Rebflächen in Röttingen bewirtschaftet der Betrieb auch im württembergischen Markelsheim Rebflächen. Im Gault & Millau gab es für die Hofmann-Weine 3,5 Trauben und 3,5 Sterne im „Eichelmann“.

Trauben und Sterne

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Das Weingut „Alte Grafschaft“ in Kreuzwertheim wurde für seine Erzeugnisse mit jeweils drei Trauben und drei Sternen in „Gault & Millau“ und „Eichelmann“ sowie mit zwei Sternen von „Vinum“ ausgezeichnet. Für das Weingut Benz in Beckstein ab es zwei Trauben im „Gault & Millau“. Erstmals taucht dieses Weingut auch im „Eichelmann“ mit einem Stern auf und einen halben Stern gab es erstmals von „Vinum“. Mit 2,5 Trauben wird im „Gault & Millau“ die Leistung der Mitglieder der Genossenschaft Becksteiner Winzer anerkannt. Die Genossenschaft gehört seit Jahren zum festen Bestandteil dieses Weinführers.

Einen Stern und die Bewertung „überdurchschnittliches Weingut“ gibt es im „Eichelmann“ für die Genossenschaft Weingärtner Markelsheim. „In Markelsheim wird gut gearbeitet, das zeigt die neue Kollektion, die sich gewohnt gleichmäßig präsentiert, aber auch Highlights bietet. Besonders empfohlen sei der wunderschön reintönige Kerner Kabinett aus der Creglinger Röde, vom einzigen verbliebenen Weinberg in Creglingen, wo Weinbau bis Ende des 19. Jahrhunderts vor allem im Ortsteil Archshofen eine wichtige Rolle spielte“, so der Weinführer.

Die Weingüter Englert in Kembach und Oesterlein in Dertingen sind mit jeweils 1,5 Sternen im „Eichelmann“ vertreten. Das Weingut Baumann in Gerlachsheim und erstmals auch das Weingut Sack aus Lauda-Königshofen, werden im „Eichelmann“ mit je einem Stern erwähnt. Der Winzerhof Stefan Strebel in Beckstein schafft im „Gault & Millau“ gleich bei der ersten Teilnahme eine Traube und wird im „Eichelmann“ mit einem Stern gelistet.

Neuzugänge ausgezeichnet

Bei einer Verkostung von Newcomerweinen/Prämierenweinen der Genusszeitschrift „Selection“ erhielten die beiden 2019 erstmals abgefüllten und am Markt verfügbaren Strebel-Weine „Der Boden die Sonne und Wir“, ein 2018 „Becksteiner Kirchberg Riesling trocken“ und ein 2018 „Becksteiner Kirchberg Tauberschwarz trocken“, eine sehr gute Bewertung. Beide Weine wurden mit je drei Sternen ausgezeichnet.