Freie Kunstakademie Wertheim - Abschlussarbeiten mit Diplom für Kunst-, Illusions- und Imitationsmalerei „Perfektionismus hemmt die Kreativität“

Von 
suso
Lesedauer: 
Die Künstlerin Birgit Schöne (links) und eine der erfolgreichen Teilnehmerinnen des ersten Jahrgangs der Kunstakademie. © Susanne Sohns

Wertheim. Nach fünf Semestern war es am vergangenen Dienstag endlich so weit: Im Zeitraum vom zehnten bis dreizehnten März entstanden die Abschlussarbeiten des ersten Jahrgangs der Kunstakademie Wertheim. Thema für die sechs Akademieteilnehmerinnen war eine freie Bildkomposition der Illusionsmalerei im Format von 80 auf 120 Zentimeter.

Teilnehmer stellen Werke aus

Die erfolgreichen Teilnehmer des ersten Jahrgangs der Kunstakademie waren Gerti Baxter, Silvia Kuhn, Imi Engel, Olga Sauer, Susanne Hoos und Kerstin Saworra-Kempf.

Die Öffentlichkeit hat während des Ostermarktes in Wertheim vom 24. bis 25. März die Gelegenheit, die entstandenen Werke im Arkadensaal zu bewundern.

Weitere Informationen zur Kunstakademie und der Künstlerin unter www.atelier-leoni.de

AdUnit urban-intext1

Während des zweieinhalbjährigen freien Studiums stand vor allem die Praxis im Mittelpunkt. Zu jedem Semester gehörten neun Intensiv-Seminare. Das Erlernen von Grundtechniken wie Zeichnen und die Landschaftsmalerei gehörten zu den ersten Semestern. Auf dem Wissens- und Praxisstand aufbauend konnten die Teilnehmer nun ins Detail gehen. Sie widmeten sich anschließend speziellen Maltechniken wie Detailmalerei, Imitations-, und Illusionsmalerei. Dabei entwickelten sie sich stetig weiter und profitierten vom Lernen in der Gruppe in gemütlicher Atelier-Atmosphäre.

Ausbildung durch Künstlerin

Die Ausbildung erfolgte durch die international bekannte Künstlerin Birgit Schöne – ihr Künstlername ist „Leoni“. „Perfektionismus hemmt Kreativität“, ist Schönes Meinung. Sie lege besonderen Wert auf eigenständiges Malen und die Entwicklung des eigenen Stils. „Teilnehmen kann jeder mit Talent. Mit Übung und dem vermittelten Wissen über die Maltechniken kann das Diplom erworben werden“, so Schöne.

Die Abnahme der Werke erfolgte durch andere freie Kunstakademien. Das Diplom nutzen die Teilnehmer auf verschiedenste Art und Weise: Entweder im Beruf als Malermeister oder angehende Grafiker. Andere vertiefen ihr privates Hobby.

AdUnit urban-intext2

„Das Malen hat eine ausgleichende Seite“ erzählt Schöne. Sie genieße die ruhige Stimmung während der Seminare. In anderen Jahrgängen seien auch Männer vertreten. Sie begeistern sich vor allem für das Zeichnen. Kindern bietet Schöne in der Jugendakademie ebenfalls die Möglichkeit, Malereitechniken zu erlernen. „Meine jüngsten Schüler sind im Moment 13 Jahre und die älteste über 80 Jahre“, freut sich „Leoni“.

Über die Künstlerin

„Ich habe das Leben gedreht“, berichtet die Künstlerin von ihrem Werdegang. Mit Ende 40 fing sie nach bereits erfolgreichem Berufsleben als Unternehmensberaterin ein Kunststudium an. „Der Umgang und die Ausbeutung der Menschen als Arbeitnehmer belastete mich.“ Schon immer interessierte sie sich für Malerei und im Jahr 2014 stieg sie aus dem normalen Berufsalltag aus. Sie begann professionell zu malen und schrieb ein Buch mit dem Titel „Der Weg ins große Leben“. Dabei beschäftigte sich Schöne mit folgendem Thema: „Am Ende unseres Lebens bedauern wir, was wir nicht getan haben. (…) Wir werden uns fragen, weshalb wir im Leben nicht gelebt haben, in der Liebe nicht geliebt haben und die Fülle nicht erfüllt haben. Deshalb lebe, liebe und erfülle dich im Jetzt und sei du selbst!“

AdUnit urban-intext3

Mittlerweile stellt „Leoni“ europaweit in 16 Galerien ihre Werke aus, unter anderem in London, Monaco, auf Sylt oder Mallorca. 2017 wurde „Leoni“ mit dem spanischen Kunstpreis „PalmArtAward“ ausgezeichnet und dieses Jahr für den Monaco Kunstpreis nominiert. suso