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Rathaus vor Ort - Rundgang im Stadtteil Sonderriet gab Aufschluss über die dörfliche Entwicklung und machte Problemfelder deutlich

Parkplatzsituation an der Kita kritisiert

Von 
Birger-Daniel Grein
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Beim Ortsrundgang im Rahmen des Rathaus vor Ort präsentierten Ortschaftsrat und Vereinsvorsitzende ihr Dorf und ihre Wünsche den Spitzen der Stadtverwaltung. © Birger-Daniel Grein

Beim Rathaus vor Ort in Sonderriet ging es vor allem um das Wachstum der Ortschaft und die Idee für Windkraftanlagen beim Dorf.

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Sonderriet. Im Rahmen der Reihe Rathaus vor Ort fand ein Ortsrundgang statt. An diesem nahmen neben der Verwaltungsspitze des Wertheimer Rathaus, die Sonderrieter Ortschaftsräte und Vereinsvorsitzenden teil. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez lobte auf dem Weg mehrfach das schöne Ortsbild und den Einsatz der Sonderrieter für Biodiversität.

Kindertagesstätte

Beginn des Rundgangs war an der evangelischen Kindertagesstätte. Kitaleiterin Bianca Mai berichtete, dass die Kleinkindgruppe mit sechs Kindern bei sieben Plätzen aktuell nahezu ausgelastet ist. Fast alle seien ein Jahr alt.

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In der Gruppe der Überdreijährigen seien aktuell 13 von 25 Plätzen belegt. Man habe der Stadt die Aufnahme von Kindern ukrainischer Flüchtlingsfamilien angeboten, da man sich mit Kindern mit Fluchterfahrung auskenne, berichtete Mai.

Von Seiten des Ortschaftsrats wurde betont, dass die Erschließung weiterer Bauflächen im Dorf für den Erhalt des Kindergartens in Zukunft wichtig sei, denn so halte und hole man junge Familien ins Dorf. Weiter wurde auf die beengte Parksituation direkt an der Einrichtung hingewiesen. Aus Reihen der Vereinsvertreter wurde berichtet, viele Eltern fahren nach dem Bringen der Kinder direkt weiter zur Arbeit, daher würden die Kinder mit dem Auto gebracht. Pfarrer Christoph Brandt verwies darauf, dass es in gerade einmal 150 Metern von der Kita entfernt, fünf Parkplätze gebe. Es soll jedoch geprüft werden, was man zusätzlich in Sachen Parkplätzen tun kann, hieß es.

An der Straße „Am Brandweiher“ wurde von Ortsvorsteher und Anliegern auf die negativen Auswirkungen der Wurzeln der dortigen städtischen Kastanien wegen verwiesen. Diese erzeugen unter anderem Gehwegschäden.

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Die Bäume sollen aber erhalten bleiben, daher setzt man auf Alternative Lösungen für den Gehweg. Von Anliegern wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Wurzel sich auch negativ auf ihre direkt angrenzenden Nutzgärten auswirken würden.

Weiter ging der Rundgang vorbei am Überlaufbecken für das Oberflächenwasser aus dem Neubaugebiet. Es habe Kritik gegeben, dass das Becken freigemäht wird, da der Bewuchs wichtig für die Tierwelt sei, berichtete Ortsvorsteher Udo Kempf. Er erklärte jedoch, der Freischnitt sei nötig, um den Wasserabfluss sicherzustellen. Dieser sichere Abfluss sei auch Naturschutz.

Zufrieden zeigten sich alle mit dem dritten Bauabschnitt des Baugebiets Hofäcker. Die Erschließung ist bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen, informierter Achim Hörner, Referatsleiter Tiefbau. Aktuell seien nur noch zwei Bauplätze verfügbar, betonte Kempf das Interesse, darunter ein Grundstück mit über 800 Quadratmetern Fläche. Die Fußwegverbindung zwischen dem Bauabschnitt und dem Dorf werde ein Schotterweg bleiben, so Kempf. Grund sei unter anderem die Winterdienstpflicht bei asphaltierten Wegen, die im Vorfeld zu Uneinigkeiten geführt habe.

Rattenproblem

Auf dem Rundgang wurde zudem auf ein schon seit Jahren bestehendes Rattenproblem in Teilen des Tiefentaler Wegs hingewiesen. Leider habe noch keiner dessen Ursache herausgefunden. Kempf verwies auch auf gelungene Beispiele der Innenentwicklung nach Nachverdichtung im Dorf.

Bedauert wurde von den Sonderrietern, dass das Schwimmen im Brandweiher verboten wurde. Grund sind haftungsrechtliche Gründe, denn bei einem Unfall stehe die Stadt als Eigentümer in der Verantwortung.

Beim Feuerwehrgerätehaus des Dorfs verdeutlichte Abteilungskommandant Thomas Dillinger die gewünschte Lage des geplanten Neubaus. Dieser soll neben dem bisherigen Gebäude entstehen. Das Grundstück sei groß genug und man benötige so keine Interimslösung während der Bauzeit. Der Rundgang endete an der Mehrzweckhalle, wo im Anschluss eine Bürgerversammlung stattfand (siehe weiteren Bericht).

Freier Autor

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