Nicht immer ist es nur das Wetter, das nicht mitspielt

Von unserem Mitarbeiter

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Wie trällerte es schon Gene Kelly Anfang der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts? "I'm singing in the rain". Womöglich hat Bezirkskantorin Katharina Wulzinger ja schon befürchtet, der eine oder andere Chor, der bei "Feste Singen auf der Burg" gastiert, müsse dieses Lied einstudieren. Und jetzt das: Nach einer teilweise völlig verregneten Woche soll heute die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei null liegen. Und die Temperaturen werden mit bis zu 21 Grad vorhergesagt. Einem musikalischen Genuss und Vergnügen steht also nichts im Wege.

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Aber Vorsicht, nicht zu früh über einen möglichen Wetterumschwung freuen. Die sogenannten Eisheiligen stehen uns ja noch bevor. Sie beginnen am kommenden Donnerstag.

Andererseits, wenn wir überlegen, dass die entsprechende Bauernregel aus der Zeit stammt, in der noch der julianische Kalender galt und wir längst in gregorianischen Zeiten leben, dann haben wir Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius von Tarsus und Sophia von Rom womöglich eigentlich schon hinter uns.

Denkt etwa Klaus Thoma, Bürgermeister der Marktgemeinde Kreuzwertheim, ans Aufhören? Zumindest hat er jetzt angedeutet, dass seine Dienstzeit endlich sein könnte. "Da bin ich wahrscheinlich nicht mehr im Amt", meinte der Bürgermeister, als er auf das Ende der zeitlichen Befristung des Vertrags für den Betrieb der geplanten Photovoltaikanlage in Hasloch einging. Für alle, die sich jetzt aber Sorgen machen sollten (oder sich in Vorfreude die Hände reiben, obwohl ich mir das nicht vorstellen kann): Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2057.

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Während in Kreuzwertheim die Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Wiebelbach reibungslos über die Bühne ging, erhebt sich in Wertheim Protest gegen die hier vorgesehene Bauleitplanung in Sachen Reinhardshof. Zum ersten Mal seit längerer Zeit melden sich öffentlich vernehmbar wieder Umweltschützer zu Wort.

Und der Nabu hat nun auch prominente Unterstützung bekommen. Auf der Internetseite des Naturschutzbunds ist ein Video abrufbar, in dem sich Dr. Mark Benecke für den "Erhalt des Reinhardshofs" einsetzt.

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Benecke ist unter anderem ein renommierter Kriminalbiologe und, wie sagt man so schön, durch Funk und Fernsehen bekannt. "Wir müssen vor Ort etwas dafür tun, dass die natürlichen Netze nicht zerstört werden", sagt er in seiner Botschaft unter anderem und verweist zum Beispiel auf das Artensterben. "Probiert es einfach mal, es lohnt sich", ermuntert Benecke dazu, tätig zu werden.

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Resigniert oder kämpferisch? Wie war die Stimmung in den einzelnen Ortschaftsräten, die in der vergangenen Woche tagten und dabei ihre Haushaltsmittel für das kommende Jahr anforderten? Zumindest haben die Gremien offensichtlich überall ihre Wunschlisten für das laufende Jahr, wie vermutet, wiederholt.

Noch weiß ja keiner so richtig, was aus diesen wird. Nur dass die eigentlich anberaumte, dann verschobene Klausurtagung des Gemeinderats nun wohl nicht stattfindet, spricht sich herum. Wie man mit dem Sparkatalog umgehen wird, bleibt derweil aber noch ein Geheimnis.

Und ein Geheimnis bleibt auch, wie die Rotkreuzklinik mit ihrer Krise umzugehen gedenkt, in die sie allen Anzeichen nach einmal mehr geraten ist.

Dabei geht es hier jetzt mal nicht ums Wirtschaftliche. Es gibt ja auch noch andere, personelle, Baustellen. Und auch da rumort es gewaltig, nicht nur, weil zum Teil langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den verschiedensten Ebenen - wie ja schon berichtet - das Haus verlassen, während diejenigen, die bleiben, sich fragen, ob Leitbild-Sätze wie "wir praktizieren einen Führungsstil der vertrauensvollen, wertschätzenden Zusammenarbeit und motivieren unsere Mitarbeiter" das Papier wert sind, auf dem sie stehen.