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Kultur - Facettenreiches Konzert voller Emotionen im Kloster Bronnbach mit Maho Kato, Jiyeon Kim und Frédéric Otterbach / Brutale Akkorde und vielschichtige, leise Ton-Cluster

Nachwuchs-Klassik-Trio begeisterte Publikum bei Eröffnung der Vhs-Konzertreihe

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Gelungenes Konzert im Kloster Bronnbach mit (von links) Jiyeon Kim, Frédéric Otterbach und Maho Kato. © VHS

Bronnbach. Drei junge Künstler brannten am Samstagabend im Kloster Bronnbach ein musikalisches Feuerwerk voller Temperament, Einfühlungsvermögen und klanglicher Transparenz ab.

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Organisator Hans-Peter Otterbach brachte in seiner Begrüßung im sehr gut besetzten Josephsaal seine unbeschreibliche Freude über den Start der Konzertreihe der Volkshochschule Wertheim zum Ausdruck. Sein Dank galt dem Veranstalter, der Volkshochschule Wertheim und deren Leiterin Gitta Szabo, der Hochschule für Musik Würzburg mit dem Kammermusikdozenten Wolfgang Nüßlein und der Stadt Wertheim, vertreten durch den stellvertretenden Oberbürgermeister Johann Vogeltanz. Mit dem Adagio und Allegro für Cello und Klavier Op. 70 von Robert Schumann wurde die Konzertreihe von Jiyeon Kim (Cello) und Maho Kato (Klavier) stimmungsvoll eröffnet. Der koreanischen Cellistin und der japanischen Pianistin gelang es mit ihrem detailreichen, einfühlsamen Spiel, die „Stellen innigsten, zartesten Ausdrucks, wie auch andere der feurigsten Leidenschaftlichkeit“ des großen Deutschen Romantikers hervorragend zu interpretieren.

Bei der anschließenden Beethoven Sonate Nr.4 in C-Dur Op. 102 erfreute das Duo mit seiner tiefen Musikalität und klaren Spielweise. Und dann der musikalische Sprung ans Ende des 20. Jahrhunderts: Gut, dass der Pianist Frédéric Otterbach ein kurze Einführung zur Sonata No.2 in one movement des Briten Michael Tippett (1905 bis 1998) gab. Dies half den Zuhörenden an das beeindruckende aus acht zunächst zusammenhanglos erscheinenden Mosaikteilen zwischen brutalen Akkorden und vielschichtigen, leisen Ton-Clustern bestehende Werk zu verstehen.

Der Pianist zog mit seiner technischen Fähigkeiten das beeindruckte Publikum mit hinein in die vielschichtige Klangwelt moderner Musik hinein. Mit der nachfolgenden Polonaise As-Dur Op. 53 von Frédéric Chopin stellte Otterbach seine musikalische Empfindsamkeit unter Beweis.

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Die junge Cellistin Jiyeon Kim schaffte mühelos den Übergang von der Sonate des späten Beethoven zur Sonate Nr.2 in g-Moll Op. 5 des jungen, provozierenden Beethoven. Hier konnte sie, vom Pianisten ruhig und mit hoher Präzision und Klangvielfalt begleitet, ihre Virtuosität entfalten. Besonders im Rondo spürte man die Verbundenheit der jungen Künstler zum damals noch jungen Komponisten. Nach zwei Zugaben und langanhaltendem Applaus endete ein furioses Auftaktkonzert mit glücklichen Künstlern und einem beglückten Publikum.

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