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Kindergarten Kembach

Nachhaltigkeit wird groß geschrieben

Verzögerung durch Hangsicherung wurde kompensiert. Neubau soll im Frühjahr 2023 bezogen werden

Von 
Matthias Ernst
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Aufwendige Erdarbeiten waren notwendig, damit die Bodenplatte gelegt werden konnte. © Matthias Ernst

Kembach. Die gute Nachricht zuerst: Der Einbau der neuen Pelletheizung im Kindergarten in Kembach wird noch vor der nächsten Heizperiode erfolgt sein. Dann hat die alte und anfällige Ölheizung ausgesorgt und wird durch eine moderne Pelletheizung ersetzt. Die versorgt dann sowohl den Altbau als auch den Neubau mit nachhaltiger Energie.

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Neubau im Zeitplan

Apropos Neubau, der liegt auch im Zeitplan, nachdem zuvor noch eine Befestigung zum Abfangen des Nachbargrundstücks die eigentlichen Bauarbeiten verzögerte. Wie berichtet, bestand die Gefahr, dass das Nachbargebäude nach Abriss der alten Scheune abrutschen könnte. Mit einer aufwendigen Hangtrassierung wurden diese Bedenken ausgeräumt. „Die Abgrenzung zum Nachbargrundstück ist gut gelungen“, meinte dazu Felix Roth vom Hochbauamt der Stadt Wertheim bei einem Ortstermin mit den Fränkischen Nachrichten. Diese Meinung unterstützt auch Ortsvorsteherin Tanja Bolg, die froh ist, dass der Bau nun schnell vorankommen kann.

Die Bodenplatte für den Anbau ist mittlerweile ausgehärtet und Anfang August kommen die ersten Wände des in Holzständerbauweise errichteten Neubaus. „Da müsst ihr mir unbedingt Bilder schicken“, freut sich Kindergartenleitung Karina Zeidler auf ihren Urlaub, aber auch über den Baufortschritt. Wenn die Außenteile dann alle stehen, kann mit dem Innenausbau begonnen werden.

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Aus der Verzögerung mit der Hangsicherung hat man eine Tugend gemacht, so Roth, und hat mit dem Entkernen des Obergeschosses des Altbaus begonnen. Hier sollen sich später wieder Kindergartenkinder wohlfühlen. Dazu wird die alte Holzkonstruktion der Raumtrenner so weit wie möglich erhalten, wenn es möglich ist, schränkt er ein, denn die Sicherheit der Kinder und der Fluchtwege hat oberste Priorität.

Großes Lob gab es von Karina Zeidler für die Baufirma. „Die machen eine richtig gute Arbeit“, trotz der Temperaturen kommen sie schnell und zielgerichtet voran, was man auch schon am neuen Aufzugkasten erkennen kann, der zukünftig einen barrierefreien Zugang zum Obergeschoss ermöglicht. Die bisherige Treppe im Innenbereich wird natürlich weiter der Hauptzugang sein, sie soll aber saniert werden, um den hohen Brandschutzauflagen zu genügen. Hierzu hat man extra einen Brandschutzsachverständigen mit ins Boot geholt. Schließlich sollen die Kinder und Erzieherinnen im Rettungsfall schnell und sicher aus dem Gebäude kommen können.

Dazu gibt es derzeit zwei provisorische Fluchttreppen an der Außenseite des Gebäudes. Später wird es vom Obergeschoss einen Fluchttunnel geben, damit die Kinder schnell aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden können. Die sind im Moment in jeder freien Minute und schauen, was auf der Baustelle passiert. „Immer, wenn ich an der Baustelle vorbeifahre, sehe ich die Kinder mit plattgedrückten Nasen an der Scheibe, wie sie de Bauarbeitern zusehen“, berichtet Tanja Bolg. Sie ist froh, dass der Bau so langsam aber sicher vorankommt.

Karina Zeidler berichtet ebenfalls, dass die Kinder sehr an der Baustelle interessiert sind. Und vielleicht kommt ja aus diesem Alterskreis auch der eine oder andere Nachwuchshandwerker, weil er bei dem Bau des Kindergartens gesehen hat, wie schön eine Baustelle sein kann. Pfarrer Bernhard Ziegler, vom Träger der Einrichtung, findet die Baustelle jedenfalls eine gute Werbung für die Bauberufe.

Photovoltaik aufs Dach

Felix Roth erklärt noch, dass neben der Pelletheizung auf das Dach des Neubaus eine Photovoltaikanlage gebaut wird, damit die Stromversorgung der Gebäude möglichst autark erfolgt.

Man habe bewusst auf eine zentrale Warmwasserversorgung verzichtet und nur dezentrale Durchlauferhitzer vorgesehen, um nicht unnötig Energie zu verschwenden. Nachhaltiges Bauen sei das oberste Prinzip bei der Baustelle des Kindergartens in Kembach. Da passt es gut ins Bild, dass der Altbau im Anschluss an die Fertigstellung des neuen Gebäudetraktes saniert und weiter genutzt wird, freut sich Pfarrer Ziegler. Er sieht „Synergieeffekte durch die Nutzung des alten Schulgebäudes“, das jetzt als Kindergarten genutzt wird. Wenn alles gut läuft, und davon geht man von Seiten der Stadt aus, wird der Neubau im Frühjahr 2023 bezogen werden können und dann geht es mit großen Schritten Richtung Sanierung des Altbaus. Die meisten Gewerke sind bereits ausgeschrieben und auch größtenteils vergeben, so dass die Firmen den Bau planen können. Eine Rücknahme der Ausschreibungen, wie sie noch 2021 erfolgen musste und die für einen verspäteten Baubeginn gesorgt hatten, wird jetzt nicht mehr nötig sein, erzählt Felix Roth. Er ist froh, dass jetzt alles am Bau läuft und die Kinder bald in ihre neue Unterkunft ziehen können.

Dann erfolgt nämlich noch die Neugestaltung des Spielplatzes und der Außenanlagen. Unter anderem entstehen vier neue Parkplätze vor dem Gebäude, so dass die Kinder gefahrlos zum Kindergarten gebracht werden können.

Ortsvorsteherin Bolg mahnte in diesem Zusammenhang an, dass das Tempo 70 Schild vor dem Ortseingang, von Höhefeld kommend, noch immer fehlt. Vor allem auswärtige Durchfahrer würden viel zu schnell den Berg herunterkommen und kämen mit hoher Geschwindigkeit am Kindergarten vorbei.

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