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Neubrunner Kerwa - Hammel ausgetanzt und Göcker „rausgschlache“

Nach alter Sitte gefeiert

Von 
ank
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Die Kerwabuawa und -mädli feierten die Neubrunner Kerwa. © Andrea Kemmer

Neubrunn. Seit über 35 Jahren wird in Neubrunn von den Kerwabuawa und -mädli gemäß dem alten Brauch die „Neubrunner Kerwa“ gefeiert.

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Am Freitagmorgen traf man sich zum gemeinsamen Frühstück. Anschließend machte sich die muntere Schar Musik spielend und singend auf den Weg, um den ganzen Tag lang kreuz und quer im Dorf die Kerwa 2021 „auszuschreien“. Nach einigen Einkehrstationen und einem Mittagessen verbrachte die Kerwa-Gesellschaft den Abend in geselliger Runde im Schulungsraum der Feuerwehr. Am Samstag traf man sich zum „Weckerklingeln“, ehe es zum „Ausgraben“ der Kerwa ging.

Am Sonntagnachmittag wurden auf dem Lindenplatz der „Hammel ausgetanzt“ und der „Göcker rausgschlache“.

Am Hammeltanz nahmen 19 Paare teil. Als der Wecker klingelte, hielten Charlotte Gehr und Nicolas Hellmann den von Paar zu Paar gereichten Blumenstrauß in ihren Händen.

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Beim „Göckerrausschlache“ bildeten die Kerwabuawa und -mädli zusammen mit allen Zuschauern und den Musikern einen großen Kreis, in dessen Mitte ein rohes Ei gelegt wurde. Aus dem Publikum suchten ein „Führer“ und ein „Stangenträger“ nacheinander jeweils einen „Schläger“ aus. Dieser musste mit verbundenen Augen das rohe Ei mit einer langen Stange treffen. Das Ei ging beim zehnten „Schläger“, Harald Derr, entzwei. Gemeinsam zogen die Kerwabuawa und -mädli mit den Gewinnern des Göckerrausschlache und des Hammeltanzes zum Schulungsraum, um den Göcker und den Hammel gebührend zu feiern.

Am Montag trafen sich die gut gelaunten Kerwabuawa und -mädli im Schulungsraum, wo sie dann das neue Gremium wählten. Am Dienstag wurde die „Kerwa 2021“ zu ihrer letzten Ruhestätte zu tragen und unter Heulen und Wehklagen begraben. ank

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