Kommunalwahl - Neue Liste Nabu-Leute wollen kandidieren

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wei
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Wertheim. Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Wertheim wollen bei der Kommunalwahl am 26. Mai für den Gemeinderat kandidieren. Wie Ekkehardt Ebert, der Vorsitzende der Nabu-Gruppe, auf Anfrage der Fränkischen Nachrichten bestätigte, wollten „ein paar“ Nabu-Aktivisten in das Kommunalparlament einziehen, „um dem neuen Oberbürgermeister Markus Herrera-Torrez ein besseres Regieren zu ermöglichen.“

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Über die genaue Anzahl der potenziellen Kandidaten wollte Ebert keine Angaben machen. Auf welcher Liste die Nabu-Leute antreten, stehe noch nicht fest. Man habe Gespräche mit der SPD und den Grünen geführt. Zudem werde man sich am heutigen Samstag mit anderen Interessenten treffen.

Dem Vernehmen nach findet das Treffen auf Initiative des Gemeinderats Stefan Kempf statt. Dieser hielt sich gestern im FN-Gespräch mit Aussagen zurück. „Es gibt ein paar Interessenten, die sich zum Kaffeetrinken treffen werden“, so Kempf. Er würde als „möglicher Listenführer“ zur Verfügung stehen. Noch sei aber nichts spruchreif. Kempf war im Oktober aus der CDU-Fraktion ausgetreten und bildet seither mit der SPD eine Zählgemeinschaft.

Laut Ekkehardt Ebert würde das Hauptziel des Nabu im Gemeinderat sein, die Flora und Fauna auf dem Reinhardshof zu schützen. Es handele sich um „das artenreichste Areal im Main-Tauber-Kreis.“ Man wolle dieses „riesige Reservoir für Pflanzen und Tiere“ auch als Naherholungsgebiet für den Menschen retten. Es gebe dort zum Beispiel 67 Arten von Wildbienen, nimmt er Bezug auf das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Nachbar-Bundesland Bayern.

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Die Stadtverwaltung lasse laut Ebert Gefälligkeitsgutachten erstellen, um eine Nutzung des Geländes für Industriebtriebe zu ermöglichen. Es gebe in Wertheim geeignetere Flächen wie beispielsweise den „Almosenberg“ und ohnehin schon genügend Arbeitsplätze.

Der Nabu wolle in den Gemeinderat einziehen, um dort mitzureden, „wo die Politik gemacht wird“, so Ebert. wei