Zusammenspiel - Projektchöre aus Nassig und Lauda-Königshofen gestalten mit "NasSingers" und Jagdhornbläsern gemeinsames Konzert Melodien aus dem grünen Dom

Von 
Hellmut Winkler
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Sängerinnen und Sänger aus Chören der Umgebung wirkten beim Jagdkonzert mit ausdrucksvoller Stimme und sehenswert dirigiert von Thilo Winter.

© Hellmut Winkler

Nassig. Große Aufmerksamkeit zog am Samstag ein Konzert in der Wildbachhalle auf sich: ein Jagdkonzert mit der Jagdhornbläsergruppe der Kreisjägervereinigung Wertheim unter Leitung von Eberhard Geiger, Projektchören aus Nassig, und Lauda-Königshofen sowie einem Gemischten Chor "NasSingers".

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Sängerinnen und Sänger aus Chören der Umgebung wirkten mit ausdrucksvoller Stimme und sehenswert dirigiert von Thilo Winter. Die organisatorische Leitung hatte der Vorsitzende des Gesangvereins Nassig, Axel Kempf, der sich zusammen mit Maico Klinger gut auf die Moderation vorbereitet hatte.

24 gelungene Vorträge

Immerhin konnte man 24 gelungene Vorträge anbieten. Vortrefflich gelang den Jagdhornbläsern zur Konzerteröffnung der "Ungarische Jägermarsch" von A.O. Sollfellner- ein melodiöser Konzertmarsch. Vorsitzender Kempf freute sich bei der Begrüßung über den vollen Saal und stellte sich als ehemaliger Treiber bei der Jagd vor, ebenso seinen Moderationskollegen.

Inzwischen hatte sich auch ein Projektchor auf der Bühne platziert. Klinger bereitete die Zuhörer auf das erhabene Lied "Der grüne Dom des Waldes" (Karl Wolfgang Barthel/Adolf Tom Völlen vor. Er verglich den Wald mit der Kirche, und der Gesang der Männer war auch choralähnlich, harmonisch einwandfrei. Das nächste Lied wurde von den Bläsern präzise eingeleitet "Ich bin ein Jäger rasch und flink". Es folgte ein fröhliches "Halali". Dazwischen ließen sich wieder die Bläser hören. Nun erhielt der Männerchor Verstärkung durch den Gemischten, und lebhaft freudig erklang das Lied aus Westfalen "Der Jäger längs dem Weiher ging" (Fritz Dietrich) mit der Aufforderung "Lauf, Jäger lauf!" Und dies wurde temporeich auch gesungen.

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Nun waren wieder die Bläser dran, zuerst mit einem "Jagdstück", das wie auch das nächste "Rendez-Vous de Chasse" sauber geblasen wurde, von einem Solisten eingeleitet. Es stammt von Gioachino Rossini. Danach glänzte der große Chor mit dem "Zigeunerchor aus "Preciosa" von Carl Maria von Weber, Titel "Im Wald". Auffallend stark vertreten waren im Chor die Frauen.

Noch einmal wurde der Wald gepriesen "Wie herrlich ist's im Wald" (Wilhelm Würfel), jetzt mit nur mit dem Männerchor und Bläservor- und Zwischenspielspiel. Als Warnlied für Jäger kann "Habt Acht!" In ihm wird auf die Gefahren der Jagd hingewiesen. Geschrieben hat es Robert Schumann. Den großen Chor brauchte man wieder für die "Diplomatenjagd" (Reinhard Mey), die mit einem kräftigen "tratarata" beginnt und auch "wau-wau" enthält und mit einem "horrido" endet. Doch vorher wurde noch ehrfürchtig "Gebet der Jäger" geblasen.

Schöne Melodie

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Den ersten vor allem romantischen Teil des Konzerts beschlossen zwei bekannte Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Text Joseph von Eichendorff, "Der Jäger Abschied" und "Abschied im Walde" Bei diesen Vorträgen kam besonders die schöne Melodie zum Ausdruck und im zweiten Lied die Polyphonie und die melodiöse Wehmut.

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Mit einem lustigen Bläsersignal und "trara-trara" der Sänger begann der zweite Teil des Konzerts, und man ließ freudig "Das Jagdhorn klingen", (Willi Stolz)einmal von den Sängern, aber auch von den Bläsern. Es knallte auch ein Schuss. Zum andächtigen "Morgengebet" war wieder der Große Chor versammelt, denn abermals stammte es von Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph von Eichendorff. Danach schmetterten die Bläser den "Löwenstein'schen Geburtstagsmarsch von Michael Geiger. Erwähnenswert ist auch "Im Walde" von Robert Schumann, Text Eichendorff.

Bei dem bekannten "Auf, auf zum fröhlichen Jagen", bei dem Chor und Bläser gemeinsam trefflich musizierten, verzichtete Winter aufs Dirigieren. Da konnten auch die Gäste mitsingen, es war abgedruckt, ebenso "Kein schöner Land".

Sehr gefiel auch "Es blies ein Jäger wohl in sein Horn" mit polyphonen Passagenaus dem 19. Jahrhundert, ebenfalls das "Jagdlied" ("Bartholdy-Eichendorff) . Nicht fehlen durfte der "Jägerchor" aus der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber. Dieser Beitrag war ein Höhepunkt des Konzerts. Eine "Glückliche Heimkehr von der Jagd" wünschten zum Schluss noch die Bläser, die eine Zugabe gewährten. Vorher informierte Axel Kempf noch über die Entwicklung der Jagd.