Hallenbeleuchtung - Überprüfung förderte Problem zutage Mehr Licht auf Nachhauseweg

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bdg
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Freudenberg. Einstimmig sprach sich der Freudenberger Gemeinderat am Montag für den Beitritt zur Anstalt ITEOS aus. Sie entsteht durch den Zusammenschluss mehrerer Zweckverbände der kommunalen Datenverarbeitung (wir berichteten mehrfach). Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der kommunalen IT-Dienstleitungen für ganz Baden-Württemberg zu verbessern.

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Wie Verwaltungsmitarbeiter Matthias Gallas auf Nachfrage aus dem Rat erklärte, können die Verbände durch den Zusammenschluss 25 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Dies resultiere hauptsächlich aus Einsparung von Personalkosten. „Die Kosten für uns als Stadt werden nicht höher oder niedriger sein als vorher“, betonte Bürgermeister Roger Henning dazu. Letztlich bliebe der Stadt auch keine Wahl. „Wenn wir nicht beitreten, haben wir keinen Anschluss an ein Rechenzentrum mehr.“ Dies sei aber für die Aufgaben der Verwaltung zwingend erforderlich.

Ebenso einstimmig bestellte der Gemeinderat die neue Führung der Freiwilligen Feuerwehr Wessental. Sebastian Busch ist Abteilungskommandanten und Jennifer Hildenbrand seine Stellvertreterin. Nach viele Jahren ehrenamtlichen Engagement der bisherigen Führungsspitze, habe es dort eine Verjüngung gegeben, so Henning. Besonders freute er sich darüber, dass nun eine Frau einen Führungsrang ausübt. „Bei Frauen in der Feuerwehr sind die Ortsteile Vorreiter.“

Der Gemeinderat nahm einstimmig zur Kenntnis, dass die Prüfung der städtischen Zahlstellen für 2017 keine Einwände ergeben hatte.

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In seinen Informationen berichtete Henning erfreut, dass die Genehmigung für den aktuellen Haushalt erteilt wurde. Außer einigen redaktionellen Anmerkungen habe es keine Kritik daran gegeben. „Das Landratsamt sieht unsere finanzielle Situation wie wir und nicht wie der Bund.“

Während Freudenberg und der Main-Tauber-Kreis die Finanzlage als äußerst bescheiden bezeichnen, wurden Zuschüsse aus Bundesmitteln abgelehnt, da Freudenberg laut Aussagen der Bewilligungsbehörden zu finanzstark sei. Dies hatte schon mehrfach für Verwunderung gesorgt. Weiter berichtete er, dass die Büsche an der Mauer der Firma Rauch am Mainvorland entfernt werden. Als Ersatz werden Rasen und insektenfreundliche Wildpflanzen gesät.

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Im Punkt Anfragen gab Verwaltungsmitarbeiter Matthias Gallas die Ergebnisse der Prüfung der Steuerung der Außenbeleuchtung an der Turnhalle bekannt. Ein Bürger hatte kritisiert, dass diese bei einem Veranstaltungsabend schon um Mitternacht aus war.

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Eine Prüfung habe Probleme mit der Zeitschaltuhr ergeben. So ging das Licht um Mitternacht für 15 Minuten aus und dann wieder an. Die Uhr wurde nun zurückgesetzt. Bei Veranstaltungen steht die Beleuchtung auf manuellem Betrieb, so dass sie die ganze Nacht leuchtet. An anderen Abenden sind die Zeiten analog zu denen der Straßenbeleuchtung geschaltet.

Ausschreibung für Baugebiet

Auf Nachfrage von Gemeinderat und Rauenbergs Ortsvorsteher Siegbert Weis (CDU) erklärte Gallas, im Haushalt seien 50 Prozent der Erschließungskosten für die Erweiterung des Rauenberger Neubaugebiets „Maueräcker“ eingestellt. Die Ausschreibungen sollen nun erfolgen. Mit dem Beginn der Erschließung sei im dritten oder vierten Quartal zu rechnen. Man könne anfangen, Grundstücke aus der Erweiterung anzubieten.

Für Sanierungsarbeiten am Rauenberger Rathaus sind im Haushalt 15 000 Euro eingestellt. Es soll zuerst eine Statikprüfung erfolgen, die Grundlage für weitere Entscheidungen wird. „Der Haushalt ist genehmigt und für uns verpflichtend“, stellte Henning zusammenfassend fest. Alles, was darin beschlossen wurde, soll angegangen werden.

Weis erklärte weiterhin, er werde für den Rauenberger Friedhof „Friedhofskarren“ anschaffen. Diese kleine Schubkarren können Angehörige, die Gräber pflegen, zum Beispiel für den Transport von Erde nutzen. Er schlug vor, zu prüfen, ob finanziell eine Ausstattung aller Friedhöfe Freudenbergs mit solchen Karren möglich ist. Für die Menschen wären sie eine große Entlastung.

Weitere Fragen aus dem Gremium betrafen die Arbeiten am Kreisel und das Aufstellen der Bushäuschen. Laut Gallas sind die Schilder, die auf die Stadtteile verweisen, geliefert. Der Bauhof werde diese am Kreisverkehr aufstellen. Auch dessen Bepflanzung und Beleuchtung werde noch erledigt. Laut Henning seien die Wartehäuschen für die Bushaltestellen bereits geliefert. Die Wetterbedingungen hätten einen Aufbau aber noch nicht ermöglicht.

Henning verwies auch auf diverse Förderanträge für Maßnahmen im Bereich Badesee und Maingarten. Für die Förderung der Attraktivität des Badesees wurden 74 910 Euro Zuschüsse bewilligt. Ein Antrag beim Ausgleichsstock laufe noch. Für den Bereich Maingarten wurden mehrere Anträge gestellt, unter anderem für die Sanierung der dortigen Toilettenanlagen. Von diesen Anträgen gebe es noch keine Entscheidungen. bdg