Flüchtlingshilfe Marktplatz-Aktion für Solidarität

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Wertheim. Die Initiatoren und Unterstützer eines ursprünglich für den 10. Oktober geplanten Aktionsvormittags für eine menschenwürdige Migrationspolitik der Europäischen Union wollen trotz der aktuellen Corona-Regeln am Samstag, 24. Oktober, von 10 bis 13 Uhr am Marktplatz in Wertheim präsent sein, teilt die Gruppe in einer Presseerklärung mit. Der ursprüngliche Termin sei krankheitsbedingt verschoben werden.

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Als Christen wolle man in der Lage sein, neben der Pandemie auch andere Probleme im Blick zu behalten. Der erste Herbststurm habe das neue Camp auf Lesbos schon heimgesucht. Die Menschen hätten Gewalt, Terror und Krieg erfahren, jetzt seien sie auch von der Pandemie betroffen, hätten aber keine Möglichkeiten, Abstand und durch Hygienemaßnahmen den Infektionsschutz einzuhalten. Solidarität und Verantwortung seien nicht auf die eigene nationale Bevölkerung begrenzt.

„Dafür möchten wir uns von der ökumenischen Fachstelle für Flüchtlingshilfe und vom ökumenischen Friedensgebetsteam einsetzen“, heißt es. Mit einem Zelt, Fotos und Informationen zur bisherigen EU-Migrationspolitik und Postkarten wolle am Marktplatz Präsenz zeigen. Besucher könnten mit dem Unterzeichnen einer Postkarte „eine Bitte für eine menschenwürdige Migrationspolitik, die Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft in den Vordergrund stellt, äußern“. Ein Hygienekonzept liege vor. Besucher sollten eine Mund-Nasen-Maske tragen.