Gemeindezentrum Reicholzheim - Oberbürgermeister und Ortsvorsteher machen sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten / Gesamtkosten bei 540 000 Euro Lob für Eigenleistung der Bürger

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stv
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Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez (rechts) studiert die Pläne für die Innensanierung des Reicholzheimer Gemeindezentrums. © Stadt Wertheim

Lange stand die Sanierung des Gemeindezentrums ganz oben auf der Wunschliste der Reicholzheimer Bürger. Nun nähert sich die Innensanierung ihrem Abschluss.

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Reicholzheim. Von außen sieht man kaum, was sich im Inneren des Gemeindezentrums Reicholzheim tut. Und das ist eine ganze Menge, stellte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez jetzt bei einem Besuch auf der Baustelle gemeinsam mit Ortsvorsteher Sebastian Sturm fest. Die umfassende Innensanierung nähert sich dem Abschluss.

Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung informiert, sei der Grundriss des Gebäudes an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst und die Technik auf den neuesten Stand gebracht worden. Zurzeit werden die Elektroarbeiten ausgeführt, im Frühjahr soll der Aufzug installiert werden. Dann ist das bald 50 Jahre alte Gemeindezentrum, das 1974 errichtet wurde, auch im Inneren barrierefrei, nachdem von außen eine neue Rampe den Zugang erleichtert.

Die Sanierung des Gemeindezentrums beschäftigt die kommunalen Gremien schon seit geraumer Zeit. Seit langem stand die Maßnahme ganz oben auf dem „Wunschzettel“ des Ortschaftsrates für die Haushaltsmittelanforderungen. In einem ersten Bauabschnitt wurden zunächst Fenster und Dach modernisiert und auf den energetisch aktuellen Stand gebracht. Die 273 000 Euro teure Maßnahme wurde nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz bezuschusst und 2018 fertiggestellt. Im zweiten Bauabschnitt, mit der Innenraumsanierung und der Barrierefreiheit als Schwerpunkte, sorgten zunächst ausbleibende Landeszuschüsse und dann die Corona-Pandemie für Verzögerungen.

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Doch die Zeit habe man auch nutzen können, um die Planungen, die komplett von den Mitarbeitern des Bau-Fachbereichs erstellt worden ist, mit der Ortsverwaltung und den Vereinen als Nutzer abzustimmen und weiter zu verfeinern, so Christian Melzer, Leiter des Referats Hochbau, und Benedikt Kleiser, der für das Projekt verantwortlich ist. „Am Ende werden nahezu alle Wünsche erfüllt werden können“, zeigte sich Kleiser überzeugt.

Fördermittel erwartet

Auf den Abschluss der Arbeiten freut sich nicht nur die Ortsverwaltung, die dann wieder aus ihrem zwischenzeitlich „Asyl“ im katholischen Pfarramt zurückkehren kann. Auch die Freiwillige Feuerwehr könne es kaum mehr erwarten, mussten sie in den vergangenen Monaten einiges an Flexibilität unter Beweis stellen und ihren Aufgaben unter erschwerten Bedingungen nachkommen. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 540 000 Euro. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum werden Fördermittel in Höhe von knapp 150 000 Euro erwartet, so dass aus dem städtischen Haushalt 390 000 Euro zu finanzieren sind. „Keine kleine Summe, aber doch gut angelegtes Geld“, betonte der Oberbürgermeister.

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Er sah in dem Projekt den Beweis dafür, dass die Stadt bei den Investitionen die Bedürfnisse der Ortschaften stets im Blick habe. Besondere Anerkennung zollte er dafür, dass die Abbrucharbeiten im Innenbereich komplett in Eigenleistung geschultert worden sind. „Ich bin begeistert. Das ist ein echtes Vorzeigeprojekt. Das fängt bei der Erarbeitung an, geht über die umfassenden und wichtigen Eigenleistungen der Ortschaft, bis hin zur zukünftigen vielfältigen Nutzung des Gemeindezentrums“, sagte Herrera Torrez mit Blick auf das Gesamtprojekt.

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Wenn die Baumaßnahme Mitte des Jahres abgeschlossen ist, würden die Reicholzheimer das gerne mit einem Fest feiern. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, hängt aber von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. stv