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Am 1. Oktober

Letzte Orgelmusik zur Marktzeit der Saison

Mit vier Händen und Füßen teilen sich Carsten Klomp und Carsten Wiedemann-Hohl die Orgelbank

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Wertheim. Über zwanzig Konzerte der Reihe „Orgelmusik zur Marktzeit“ fanden in diesem Jahr in der Stiftskirche Wertheim statt. Über zwanzig Wochen lang kamen jeden Samstag im Schnitt 80 Menschen in das Gotteshaus, um internalen Interpretinnen und Interpreten interessiert zuzuhören.

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Ein voller Erfolg

Aus einem „wir probieren das jetzt Mal“ der Initiatoren Dekanin Wibke Klomp, KMD Prof. Carsten Klomp und Bezirkskantor Carsten Wiedemann-Hohl wurde ein bestätigtes „ja, das ist ein voller Erfolg“, sodass man sich darauf freuen darf, die Konzertreihe im nächsten Jahr wieder genießen zu dürfen. Viele Sponsoren und die regelmäßigen Spenden der Zuhörerschaft ermöglichten einen gelungenen finanziellen Abschluss der mittäglichen Samstagsmusiken. Die letzte Orgelmusik zur Marktzeit bestreiten „die beiden Carstens“ gemeinsam. Mit vier Händen und Füßen teilen sich Klomp und Wiedemann-Hohl die Orgelbank am Samstag, 1. Oktober, und verabschieden die Zuhörerschaft in die Winterpause. Griegs „Morgenstimmung“, Beethovens „Adagio für die Flötenuhr“, Ravels berühmten Bolero und mehr präsentieren die beiden Organisten an der Rensch-Orgel in der Stiftskirche. Im Anschluss an das Konzert lädt das Bezirkskantorat zum Sektempfang ein, um die Konzertreihe gebührend zu einem gelungenen Abschluss zu bringen.

KMD Prof. Carsten Klomp ist seit 2012 Professor für künstlerisches und liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. Er studierte Schul- und Kirchenmusik, Klavier-Seminar und Künstlerisches Hauptfach Orgel an der Detmolder Musikhochschule sowie Germanistik an der Universität Bielefeld. Nach beruflichen Stationen in Herdecke und Bremerhaven war er von 1998-2012 als Landeskantor der Badischen Landeskirche an der Freiburger Ludwigskirche tätig. Hier gründete er die Freiburger Kantorei und das Herdermer Vokalensemble, eine Stiftung für Kirchenmusik und mehrere erfolgreiche Konzertreihen, so spielte er z.B. im Jahr 2000 das gesamte Bachsche Orgelwerk. Daneben hatte er eine Professur für Improvisation an der Freiburger Musikhochschule inne und gründete das badische Haus der Kirchenmusik, das er bis 2019 leitete. Er ist Schriftleiter der Zeitschrift „Forum Kirchenmusik“ sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Editionen bei Bärenreiter, Strube und vielen weiteren Verlagen. 2018 und 21 erschien im Butz-Verlag seine international erfolgreichen Orgelschule „Orgelspiel von Anfang an“; zahlreiche Konzerte runden seine künstlerische Tätigkeit ab.

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Carsten Wiedemann-Hohl studierte Evangelische Kirchenmusik A an der Musikhochschule München. Als Praktikant an der Dresdner Kreuzkirche bekam er einen Einblick in die Arbeit an einem der großen kirchenmusikalisch geprägten Orte Deutschlands. Parallel zu einem Praxisjahr an der Christuskirche München studierte er das Konzertfach Orgel bei Prof. Harald Feller an der Musikhochschule München. Im September 2014 wurde Carsten Wiedemann-Hohl als Dekanatskantor an die Auferstehungskirche Deggendorf berufen, wo er schon nach kurzer Zeit große Erfolge in der überregionalen Chorarbeit verzeichnen konnte. Den im September 2015 in Stuttgart begonnenen Masterstudiengang Chordirigieren schloss im Juli 2017 mit Bestleistung und der Aufführung der Bachschen h-Moll Messe ab. Parallel zu seinen Aufgaben als Dekanatskantor war er Dirigent der Freien Orchestervereinigung Zwiesel. Seit April 2022 ist Wiedemann-Hohl als Bezirkskantor in Wertheim tätig.

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