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Ortschaftsrat tagte

Leitungsverlegung in der Zinsholzstraße für Nahwärmenetz geplant

Unzufriedenheit mit dem Verhalten des Maschinenrings rund um den Brand in einem ehemaligen Weinberg.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Heizhaus: Die Arbeiten am Nahwärmenetz und dem zugehörigen Heizhaus in Waldehausen gehen voran. © Birger-Daniel Grein

Waldenhausen. Schwerpunktthemen der Ortschaftsratssitzung Waldenhausen am Mittwoch im Feuerwehrhaus waren aktuelle Entwicklungen im Dorf.

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Ortsvorsteher Gerrit Lang informierte über den Stand des Aufbaus des Nahwärmenetz. Keinen Verzug gebe es beim Bau des Nahwärmekraftwerks am Mehrzweckgebäude. Die Inneninstallation hat begonnen.

Nahwärmenetz

Nach Abschluss der Baumaßnahme soll der daneben liegende Hang bepflanzt werden, dazu möchte man ein Projekt mit dem Kindergarten starten. Aus dem Dorf kam zudem der Wunsch, das Regenwasser vom 36 Quadratmeter großen Dach des Heizhauses aufzufangen, so dass es zum Gießen der Anpflanzungen verwendet werden kann. Die Auszubildenden der Stadtwerke Wertheim entwickeln ein Konzept, wie das Auffangen und Sammeln am besten umzusetzen sind.

Lang berichtete weiter, dass nach Abschluss der Baumaßnahme der Bolzplatz neu eingesät wird, außerdem wird der Ballfangzaun aufgestellt und ein Basketballkorb aufgestellt. Zum Neubaugebiet erklärte er, alle Bauplätze seien aktuell reserviert ,und es gebe zusätzliche Interessenten für die Grundstücke.

Aus Reihen der Bürger wurde kritisiert, dass die Baustelle zur Leitungsverlegung für das Nahwärmenetz in der Zinsholzstraße schon länger stillsteht. Lang berichtete vom Hintergrund des Stillstands. Mit der ursprünglichen Tiefbaufirma hatte es massive Probleme geben, was letztlich dazu führte, dass diese für die Stadt Wertheim untragbar war und der Vertrag durch die Stadt gekündigt wurde. Im Anschluss wurde Boller Bau mit den Erdarbeiten beauftragt. Mit der Leitungsverlegung selbst war eine weitere Firma beauftragt.

Brand: Bereits zwei Mal gab es einen Brand im ehemaligen Weinberg bei Waldenhausen. Auch darüber wurde in der Ortschaftsratssitzung gesprochen. © Birger-Daniel Grein

Die Verlegung sollte im Zeitraum Mai-Juli erfolgen. Dies war wegen der schlechten Arbeit der damals beauftragten Tiefbaufirma aber nicht möglich. Aktuell habe das Unternehmen für die Leitungsverlegung jedoch keine Zeitkapazitäten für den Auftrag in Waldenhausen, denn diesen hatten sie für Mai-Juli eingeplant.

Bollerbau habe die Straße nach Übernahme der Arbeiten zwar schnell für die Leitungsverlegung geöffnet. Da die Verlegefirma aber die Arbeiten da nicht ausführen konnte, wurden die Straße wieder provisorisch geschlossen. Die Verlegung soll nun im Oktober erfolgen. Man hätte sich zudem bessere Abstimmung gewünscht, die das Aufgraben ohne Leitungsverlegung verhindert hätte, wurde weiter erklärt.

Brand im Weinberg

Ausführlich ging Lang auch auf den Brand im ehemaligen Weinberg ein. Bei den Mäharbeiten vor dem Brand habe man immer wieder Schläge gehört, dann knisterte und anschließend rauchte es, beschrieb er die Eindrücke. Großes Lob hatte er für den Einsatz der Feuerwehrleute aus den am Einsatz beteiligten Abteilungen. Keine zehn Minuten nach dem ersten Anruf seien erste Kräfte vor Ort gewesen. Der Wind habe das Feuer ausgebreitet. Wäre die Feuerwehr nur fünf Minuten später gekommen, hätte der Brand auf den Wald übergreifen können, war er überzeugt.

Im Ortschaftsrat notiert

Im Ortschaftsrat Waldenhausen gab es noch folgende Themen und Beiträge:

Dankesworte gab es aus der Bürgerschaft für die ehrenamtliche Pflege und das Gießen der Geranien auf der Tauberbrücke.

Für den Haushalt 2023 hatte Waldenhausen zwei Waldliegen beantragt. Diese größeren geschwungen Holzliegen laden ein, sich hinzulegen und Luft und Landschaft zu genießen. Ortsvorsteher Gerrit Lang bat die Einwohner um Vorschläge für mögliche Standorte.

Am 22. Oktober findet auch in Waldenhausen die Aktion saubere Landschaft statt. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am Rathaus, die Aktion endet um 11.30 Uhr mit einem Vesperr.

Lang merkte an, die Stadt Wertheim solle sich bei der Terminfestlegung des Aktionstages zukünftig mit den Ortsteilen absprechen. Wegen eines großen Kinder- und Jugendfußballturnier an diesem Tag fielen viele junge Helfer für die Reinigungsaktion weg. Dennoch werde man sich beteiligen. Er warb um zahlreiche Helfer bei der Landschaftsreinigung und der Vespervorbereitung.

Rätin Marlise Teicke hatte gefragt, ob auf dem Friedhof eine weitere schattige Sitzgelegenheit aufgestellt werden soll. Nachdem es dort schon drei Bänke gibt, sah man aber keinen Bedarf.

Wegen des Abtransports des Kieses aus dem Kiesbett der Tunnelbaustelle der Westfrankenbahn wird es wieder verstärkten Lkw-Verkehr geben. Ein Abtransport per Schiene ist aus technischen Gründen nicht möglich.

Für alle, die bei der ersten Tunnelführung keine Chance auf einen Platz hatten, bietet sich nun eine weitere Möglichkeit. Die zweite Tunnelführung für Waldenhäuser Einwohner wird dorfintern organisiert. Ansprechpartner für Interessierte ist der Ortsvorsteher.

Die Bäckerei Steinruck ist bis mindestens Ende September geschlossen. Daher gibt es über die Brötchenstube Waldenhausen aktuell nur Waren der Bäckerei Oetzel Reicholzheim.

Lang lud zum Waldenhäuser Festumzug am Samstag, 1. Oktober, ein. Start ist um 14 Uhr. Gefeiert wird beim Festumzug das Eingemeindungsjubiläum, die Einweihung der Kirchäckerstraße nach Sanierung und die Einweihung des „Sophie-Brümmer-Weg“ mit Ehrung postum.

Aus Reihen der Bürgerschaft wurde gewünscht, den Krimiabend, den es früher im Dorf gab, wieder aufleben zu lassen.

Ortschaftsrat Nils Ries fragte nach dem Sachstand bei der Bewerbung um Umsetzung des Sanierungsgebiet Waldenhausen. Lang berichtete die Sanierungssatzung sei in Kraft. Er hoffte, dass sich zukünftig auch die Stadtentwicklungsgesellschaft Wertheim (Steg) in Waldenhausen engagieren und alte Gebäude sanieren wird.

Hinsichtlich der Energiesparmaßnahmen der Stadt Wertheim erklärte der Ortsvorsteher, es muss geprüft werden, ob sich Übungsstunden in der Mehrzweckhalle auf einen Tag legen lassen. So müsse die Halle nicht wegen einer Stunde pro Tag aufgeheizt werden.

Weiter betonte Lang, dem Dorf liege es am Herzen, dass das Wertheimer Hallenbad im Winter öffnet. Die ist für die Schwimmfähigkeit der Kinder sehr wichtig, verwies er auf die fehlenden Plätze in Schwimmkursen. hpw

Lob fand er auch dafür, dass die Einsatzfahrzeug zum Teil über den Wengertsweg fuhren, auch wenn dies nicht einfach sei. So sei man schnell direkt am Einsatzort gewesen. Es war bereits der zweite Flächenbrand im Gebiet in diesem Sommer. Beide Male seien Geräte des Maschinenrings Ursache gewesen. Dieser ist mit der Pflege der Grundstücke beauftragt. Bereits nach dem ersten Brand habe das Unternehmen die Auflage bekommen, nur noch mit Schur zu mähen. Dies sei nicht eingehalten worden. Ärgerlich fand er, dass es keine Kontaktaufnahme des Maschinenrings mit den vom Brand betroffenen Grundstückseigner betreffs möglicher Schadensregulierung gab.

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Nachdem es hinsichtlich der weiteren Vertragslaufzeit mit dem Maschinenring Irritationen gegeben hatte, betonte Lang weiter: „Der Vertrag des Landschaftspflegeprogramms läuft regulär bis 2023 weiter. Der Maschinenring wird den Vertrag erfüllen.“

Dorfladen

Wieder angesprochen wurde auch das Thema Dorfladen. Dieses sei, so der Ortsvorsteher, bereits mehrfach besprochen worden. Für einen Dorfladen seien verschiedene Varianten denkbar bis hin zu einem Laden ohne Personal. Die generelle Frage sei, ob es in Waldenhausen einen Bedarf für einen solchen Laden gebe.

Er verwies auf die ungewisse Zukunft des Ladens in Reicholzheim, die Dorfladenpläne mit Neubau in Boxtal, den Dorfladen in Schollbrunn und in weiteren kleinen Dörfern.

Die Idee für eine Dorfladen kam von Ortschaftsrätin Marlise Teicke. Sie erklärte, sie könne sich einen Laden mit Grundversorgung vorstellen. Dieser könne zugleich ein Treffpunkt für die Waldenhäuser werden.

Der Ortschaftsrat nahm den Vorschlag von Rat Ralf Herr an, Vertreter des Dorfladens Schollbrunn in eine öffentliche Ortschaftsratssitzung einzuladen, um mehr zu den Konzepten und Umsetzungsmöglichkeiten zu erfahren. Danach soll weiter besprochen werden, ob Bedarf und Interesse an einer Konzeptentwicklung gebe.

Eine ältere Einwohnerin von Waldenhausen verwies darauf, dass es nicht einfach sei mit dem ÖPNV in Wertheim einzukaufen. Lang erklärte, wolle man einen Dorfladen, müsse man ein eigenes für Waldenhausen passendes Konzept entwickeln. Er verwies auf die Pläne zum Umbau des Erdgeschosses des ehemaligen Feuerwehrhauses zum barrierefreien Dorftreff. Dabei könnte man auch Räumlichkeiten für einen Dorfladen schaffen.

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