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Kunsthandwerk - Wegen der Umstände weniger Besucher bei „Unikat sucht Liebhaber“ / Alles muss selbst gefertigt sein

Kunstmarkt in Bronnbach: Produzenten präsentierten fantasievolle Arbeiten

Von 
hpw
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Jede Menge zu entdecken gab es im Kloster Bronnbach bei „Unikat sucht Liebhaber“. © Hans-Peter Wagner

Bronnbach. „Unikat sucht Liebhaber“ hieß es am Samstag und am Sonntag zum wiederholten Male in Bronnbach. Die Gäste wussten auch heuer, dass sie etwas Besonderes finden können und schauten sich interessiert um.

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Bei dem beliebten Markt für feines Kunsthandwerk trafen sich an beiden Tagen jeweils mehr als sechs Stunden Interessierte in dem weitläufigen Bereich im und rund um den Bernhardsaal. Auf Grund der coronabedingten Umstände waren die Zahlen sowohl bei Ausstellern wie bei Besuchern niedriger als im Durchschnitt. Veranstalterin Astrid Hackenbeck meinte, diesmal seien samstags etwa 250 Menschen gekommen und damit lediglich etwa ein Drittel. Der Trend setze sich am Sonntag fort.

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27 Aussteller waren gekommen, auch welche aus Karlsruhe, Berlin, Erlangen oder München. Sie sahen in Bronnbach einen adäquaten Rahmen für ihre fantasievollen Arbeiten aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen. Dem Kunsthandwerkermarkt gelang es erneut, sich von anderen Märkten qualitativ abzuheben. Somit waren für die Besucher beste Voraussetzungen gegeben für einem Bummel zwischen zeitgemäßer Kunst und Handwerk, zwischen Tradition und Moderne. Echte Einzelstücke wurden gesucht und schließlich auch oft gefunden. Zwei Gäste sind zu Fuß aus dem nahen Reicholzheim gekommen, unter dem Motto „gucken und finden“. Sie hatten zuletzt einige Kleinigkeiten erstanden, einige Porzellanväschen und ein solches „für Gänseblümchen“. Die beiden nahmen sich wie viele andere die Zeit, alles wirklich in Ruhe anzuschauen, zumindest die Stände, welche dem eigenen Gusto nahe kommen.

Doris aus Osterburken ist zum ersten Mal hier, bietet Waren aus Kupfer an, freut sich im Innenhof über das Interesse. Aus Großbottwar kommen Lichtobjekt-Unikate. Auch hier gibt es reichlich Gefallen, mit dem Umsatz ist man vor Ort weniger zufrieden. Auch bei manch anderen, so ist zu hören, ist der Umsatz eher direkt proportional zur Besucherzahl.

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Silberschmiedin Heike macht mit Schmuck- und Taschendesign aufmerksam. Sie erklärt, sie brauche im Durchschnitt fünf bis sechs Stunden für ein Einzelstück, ergänzt „eine super schöne Location“ und meint schmunzelnd, manche Besucher schauten im Bernhardsaal genau so viel nach oben an die Decke wie zu den erwerbbaren Ausstellungsstücken.

Kreatives Kunsthandwerk

In einer weiteren schmucken Ecke locken Kopfbedeckungen. Man sieht zum Teil Wärmendes, zum anderen Teil eher Kopfkunst wie Hüte für den Besuch von Pferderennen. Hackenbeck erläutert, die Besucher kämen ihrer Erfahrung nach aus der näheren und weiteren Umgebung, seien Leute, die sich etwas Besonderes leisten wollen und können. Das Kloster Bronnbach sei ein Pfund, mit dem man wuchern könne, inklusive Verpflegung „passt alles wie die Faust aufs Auge“.

Benedikt Scheuermann aus Buchen ist Schreiner, betreibt Upcycling, wandelt scheinbar nutzlose Funde in Neuwertiges wie Möbel und Leuchten. Seine bevorzugten Materialien sind Metall, Stein, hauptsächlich Holz. Auch er lobt das große Interesse der Besucher. Diese wiederum schätzen außer der hohen Qualität der Angebote insbesondere das Hintergrundwissen, über welches die einzelnen Standbetreiber verfügen. Zudem wirkt die strenge Vorgabe positiv, dass alles selbst gefertigt sein muss, Industrie- und Handelsware ist nicht zugelassen.

An einem Stand werden Brillen-Unikate für alle Altersklassen im Erwachsenenbereich angeboten, „denn jeder Mensch ist ein Unikat“, so heißt es dort, und solle Entsprechendes bekommen können. Gegenüber erhält man Gedichtschachteln und solche mit Rezepten. Woanders gibt es selbst gemachte Lederwaren aller Art, vom Sparschwein bis zur Pestmaske, gedacht wohl für den Gebrauch bei Mittelaltermärkten.

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Ulrike aus Darmstadt beschäftigt sich mit alten handbestickten Tischtüchern, färbt diese ein und verarbeitet sie zu Jacken. Ein Paar verweilt ziemlich lange bei einer Jacke mit dem Spruch „Ohne Fleiß kein Preis“. „Ohne Fleiß kein Preis“ dürfte auch der Leitspruch der Aussteller bei „Unikat sucht Liebhaber“ sein, symbolisch wohl bei der ganzen Veranstaltung. Diese Ausstellung ermöglicht eine Entdeckungsreise durch die Welt des kreativen Kunsthandwerks, hat sich im Laufe der Jahre einen Namen gemacht und diesen am Wochenende vollauf bestätigt. hpw

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