Serie - Sonderausstellung über den Wertheimer Maler Fritz Bach geschlossen / Dritter Teil der Höhepunkte Künstlerisches Talent von Mutter geerbt

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Dr. Constanze Neuendorf
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Ein Raum widmete sich der Familiengeschichte der Bachs mit zahlreichen Dokumenten aus dem Nachlass, die sich dauerhaft in der Sammlung des Historischen Vereins im Grafschaftsmuseum befinden. © Kurt Bauer

Wertheim. Das Grafschaftsmuseum ist wegen der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossen. Deshalb bietet das Museum mit dieser Serie einen virtuellen Rundgang durch die Sonderausstellung über den Wertheimer Maler Fritz Bach (1890 bis 1972), die vorzeitig beendet werden musste. Anstelle des Museumsbesuches und der geplanten Führungen können hier zur Ausstellung noch einmal die Höhepunkte der Sonderausstellung nachvollzogen werden. Teil eins erschein am Montag, 30. März.

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Das elterliche Wohnhaus des Maler Fritz Bach befand sich in der Nebenzollgasse 9. Das Gebäude aus dem 18./19. Jahrhundert wurde kürzlich komplett abgetragen. Gekauft hatte es Fritz Bachs Vater, der Gerbermeister Ludwig Heinrich Bach (1846 bis 1924) für seine schnell wachsende Familie. Auch die Werkstatt der Gerberei und ein Verkaufsladen befanden sich hier.

Sieben Geschwister

Fritz Bach hatte noch sieben Geschwister, von denen vier im Kleinkindalter verstarben, so dass er als jüngster mit den Brüdern August und Philipp sowie Schwester Martha hier aufwuchs. Durch den Ankauf von Bachs Nachlass vom Historischen Verein gelangten zahlreiche Familiendokumente sowie Skizzen-und Auftragsbücher des Malers in die Museumssammlung. Vieles davon wurde im Rahmen dieser Ausstellung erstmals ausgewertet und gezeigt.

So konnten auch viele Aspekte der bislang weitgehend unbekannten Biografie Bachs beleuchtet werden. Das künstlerische Talent hatte er offenbar von seiner Mutter Emilie Bach, geborene Platz (1853 bis 1943) geerbt.

Frühe Zeichnungen

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Von ihr fanden sich frühe Bleistiftzeichnungen. Seine Brüder ergriffen kaufmännische Berufe und die Schwester führte den Familienhaushalt bis zu ihrem frühen Tod 1951.

Fritz Bach wohnte weiterhin allein – abgesehen von zahlreichen Mietern– im Familienwohnsitz in der Nebenzollgasse und hatte hier auch sein Atelier mit Blick zum Main. In den letzten Lebensjahren wurde er von einer Haushälterin versorgt und starb hier 1972. In der Ausstellung wurden Skizzen- und Auftragsbücher und Porträts seiner Familie sowie Selbstporträts präsentiert.