Betreuung - Bienengruppe und Bienennest treffen sich jeden Morgen auf Zoom / 80 Prozent der Familien nehmen Angebot wahr Kinder bleiben über Videokonferenz in Kontakt

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ks
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Unter Einsatz einer sogenannten Erzählschiene illustriert eine Erzieherin für die Kinder an den Bildschirmen eine Geschichte. © Kindertagesstätte Sonderriet

Sonderriet. Aufgrund des pandemischen Ausbruchs von Corona stehen die Kindertagesstätten vor neuen Herausforderungen. Die Kindertagesstätte Sonderriet bietet „Homekindergardening“ auf freiwilliger Basis an, um in Kontakt mit Kindern und Eltern zu bleiben.

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Jeden Morgen treffen sich die Bienengruppe und das Bienennest über die Videokonferenz-Software Zoom zum 20-minütigen „Summ-Summ-Meeting“. Durch die Teilnahme der Einrichtung am Projekt „Kindermedienland“ wurden Tablets durch das Kultusministerium Baden-Württemberg finanziert. Somit können auch die Kinder der Notbetreuung an den Summ-Summ-Meetings Teilnehmen, damit sie in Kontakt mit den anderen Kindern bleiben, sich wortwörtlich nicht aus den Augen verlieren, ein Gemeinschaftsgefühl bestehen bleibt und die Kinder ein Highlight des Tages haben. „Das ist uns Erzieherinnen sehr wichtig. Für diese Software wurden wir von der pädagogischen Fachberatung geschult, die von der Stadt Wertheim und den Trägern der evangelischen und katholischen Kindertagesstätten finanziert wird“, beschreibt Kita-Leiterin Bianca Mai.

Fingerspiele und Geschichten

Im Summ-Summ-Meeting werden verschiedene Spiele wie Memory oder „Mein rechter Platz ist frei“ angeboten. Außerdem singen die Erzieherinnen mit den Kindern Lieder, sprechen Fingerspiele oder tragen Geschichten mit der Erzählschiene vor. Im Durchschnitt nehmen täglich rund 80 Prozent der Familien teil. „Zudem stellt unser Team die Materialien für Bastelangebote bereit, die auf Wunsch gepackt und kontaktlos im Kindergarten abgeholt werden können, falls die Ideen zu Hause ausgehen“, sagt die Kita-Leiterin.

Seit dem vergangenen Jahr nutzt die Einrichtung die „Kita-Info-App“, um Elternbriefe und andere Informationen digital auszutauschen. „Mit Hilfe der Digitalisierung und etwas Kreativität können wir somit ganz einfach mit den Familien in Kontakt bleiben.“ Die Zeiten des Lockdowns haben also auch positive Seiten: „Man wächst gemeinsam mit den Familien an neuen Herausforderungen und Aufgaben.“ ks