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Kinderausstellung - „Die Kuh im Kühlschrank“ ist vom 17. Mai bis 7. August im zweiten Stockwerk zu sehen

Kids gehen im Wertheimer Grafschaftsmuseum auf spielerische Entdeckungsreise

„Die Kuh im Kühlschrak“, so lautet der etwas irritierende Titel der neuen Kinderausstellung, die das zweite Stockwerk des Wertheimer Grafschaftsmuseums füllt.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Eine besondere Kinderausstellung wartet ab kommender Woche im Grafschaftsmuseum auf Kinder von drei bis sieben Jahren und ihre erwachsenen Begleiter. Beim Aufbau am Montag und Dienstag packten Lena Grüber und Stefanie Arz auch die Kuh in den Kühlschrank. © Birger-Daniel Grein

Wertheim. Die Ausstellung „Die Kuh im Kühlschrank“ richtet sich an Kinder von drei bis sieben Jahren und ihre erwachsenen Begleiter und ist vom 17. Mai bis 7. August zu erleben. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Berliner Unternehmen Wamiki, einem Fachverlag für frühe Bildung, den Eva Grüber und ihre Tochter Lena Grüber gemeinsam leiten. Der Verlag bietet verschiedene Medien und Ausstellungen an.

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Am Montag und Dienstag dieser Woche wurden nun die Ausstellungsteile angeliefert und von der Berliner Firma zusammen mit dem Team des Grafschaftsmuseums aufgebaut. Die interaktive Ausstellung lädt zum Spielen und anders denken rund um nachhaltige Entwicklung, Energie, Umwelt und Inklusion ein.

Umwelt das zentrale Thema

Museumsleiterin Stefanie Arz berichtete von der Fachmesse Exponatec in Köln im Jahr 2019 habe man die Idee für eine spezielle Kinderausstellung mitgebracht. Über Internet-recherche bei der Bildungsmesse Didacta sei man auf das Berliner Unternehmen und dessen Ausstellung „Die Kuh im Kühlschrank“ gekommen

Die Ausstellung habe das Musemsteam gereizt, da sie sich mit den aktuellen Themen Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftige. Stark habe sie auch die Möglichkeit interessiert die Themen schon jungen Kindern beizubringen und sie dabei spielen und entdecken zu lassen, sagte Arz. Eva Grüber ergänzte: „Unserer Erfahrung nach lassen sich Themen, die für Kinder und ihre Erzieherinnen interessant sind, gut in Ausstellungen erleben.“ Daher biete man mehrere verschiedene Ausstellungen. Der Titel irritiere bewusst, denn Irritation sei etwas, was Kinder und Erwachsene gleichermaßen einen guten Anstoß gebe, selbst zu fragen und zu entdecken, so Grüber. Wichtig war ihr, dass man die Themen anders und ohne erhobenen Zeigefinger vermitteln wolle. Der Titel stamme von der Idee ab, zu zeigen, wo unser Essen herkommt.

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Ein Gang durchs Haus

Die spielerische Entdeckungsreise funktioniere für die Kinder ohne Anleitung. Für die Erwachsenen gibt es Tafeln mit Impulsfragen, die einladen mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung setzt sich aus den Räumen einer Wohnung zusammen, die jeweils eigene Themenschwerpunkte haben. In allen Schwerpunkten werden die drei zeitlichen Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsvisionen behandelt. Zudem geht es um die Kultur- und Alltagsvielfalt in aller Welt. „Alles ist speziell auf Kinder zugeschnitten, mit vielfältigen Zugangsmöglichkeiten, da Kinder unterschiedlich sind.“ Spielen funktioniere immer, ist sie überzeugt.

In der Küche geht es um das Thema Ernährung. Dort findet man untern anderem die Kuh im Kühlschrank, die Kinder können Eier vom Huhn zur Bratpfanne befördern und sie erfahren handelnd vieles über die Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln. Sie können wie in der gesamten Ausstellung dabei stets selbst aktiv werden und zum Beispiel Kaffee mit einer alten Mühle malen.

Im Kinderzimmer geht es kindgerecht um den Konsum und die Frage, wie viel Spielzeug ist genug. Um Mengen zu verdeutlichen, gibt es beispielsweise einen Sessel randvoll mit verschiedenen Kuscheltieren. Etwas besonderes ist auch der Kaufladen, in dem scheinbar wertlose Dinge getreu des Upcycling-Mottos einen neuen Wert bekommen.

Im Wohnzimmer können die Kinder in einen Fernseher steigen und dort selbst Programm machen. Außerdem gibt es unter anderem ein Puppenhaus, dessen Strom man mit Muskelkraft erzeugen kann und es geht auf elementarem Niveau um das Alltagsleben in verschiedenen Ländern.

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Im Badezimmer geht es um die Themen Wasserverbrauch, Schutz der Ressource Wasser sowie das Abwasser. Die Toilette bleibt trocken und sauber, sie eröffnet aber einen besonderen Blick in die Kanalisation, denn die Kinder können durch das WC dort hin kriechen. Außerdem können die jungen Besucher selbst Wasserleitungen bauen.

Nachhaltiges Material

Nachhaltig ist auch das Material, aus dem die Ausstellung aufgebaut ist. Mit Ausnahme der Requisiten ist die komplette Ausstellung aus Pappe. „Zum Einsatz kommt Recyclingpappe. Ihr frischer Anteil ist aus FSC zertifiziertem Papier“, so Grüber. Pappe sei ein super Material für kleinere Kinder, da es leicht und warm sei. Außerdem sei es leicht veränderbar und dennoch stabil. Verbunden werden die Pappmodule mit Schrauben aus Holz.

„Die Module halten mindestens fünf Jahre“, erklärte sie deren häufige Wiederverwendbarkeit bei der Wanderausstellung. Alle Ausstellungen des Unternehmens seien auf Basis von Pappmodulen, betonte die Inhaberin.

Sowohl das Mutter und Tochtergespann Grüber als auch Arz sind überzeugt, in der Ausstellung warten viele kleine und große Überraschungen auf die Kinder.

Freier Autor

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