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Mondfelder Kirchweih - Bei seiner Predigt berichtete Kerwepfarrer Tom Grein von manch kuriosen Ereignissen, die im Ort die Runde gemacht haben

Kerwe und Gans wurden im Baum gefunden

Von 
bdg
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Über den Sieg des Kerwepaares Franciska Martinez und Matthias Eckert freuten sich Kerweborsch Marvin Eckert (links), Magd Marcel Ballweg und Tom Grein. © Grein

Mondfeld. Nach der Zwangspause im vergangenen Jahr konnten die Mondfelder am Freitag und Samstag endlich wieder ihre Kerwe feiern. Die Freude war groß. Die Traditionsveranstaltung fand in diesem Jahr erstmals als Freiluftfest vor der Maintalhalle statt.

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Am Freitag zogen die Mitglieder der Kerwegesellschaft durchs Dorf, luden ein und verteilten Kerwebloatz. Als Dank erhielten sie flüssige, zumeist hochprozentige Wegzehrung. Am Samstagabend wurde unter dem Zeltdach mit offenen Wänden und unter freiem Himmel gefeiert. Feuertonnen sorgten für die nötige Wärme. Für die musikalische Umrahmung zeichnete sich das Mondfelder Duo Grein, Werner und Moni, verantwortlich. Sie kommentierten auch musikalisch die Kerwepredigt von ihrem Enkel und Kerwepfarrer Tom Grein.

„Mit Schal und Mütz sind wir auch draußen für die Kerwe bereit“, meinte Grein. Er wusste einiges aus dem Ortsgeschehen zu berichten. Bei einer deutsch-türkischen Familie habe man die Heizung getauscht. Der Hausherr den alten Heizkessel mit Freunden herausgetragen. Dann habe er aber auf den Fußballplatz gemusst. So überreichte die Frau des Hauses den Helfern als Geschenk den teuren Whisky aus der Hausbar, den sich der Hausherr zurückholen wollte.

Eine halbe Stunde nach Kassenschluss sei die Reinigungsfrau der Mondfelder Sparkassenfiliale aktiv. Einmal habe sie aber eilig gehabt, da sie zum Kaffee eingeladen war. Beim Putzen der Türscheibe habe sie sich jedoch in der Bank eingeschlossen. Sie stieg dann durchs Fenster. Es sei ein Sprung wie bei Olympia gewesen, die Landung war aber etwas schmerzhaft. Dies sei aber nicht so schlimm gewesen, denn sie war wenigstens rechtzeitig beim Kaffee.

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Zwei Mondfelder und ein Wessentaler wären gemeinsam beim Angeln am Main gewesen. Ein Mondfelder Elektriker habe dabei einen schönen Wels gefangen. Da er ihn aber nicht am gleichen Tag zubereiten konnte, wollte er ihn einem der anderen Angler schenken. Diese wären über den Fisch in Streit geraten. So begann der erfolgreiche Fischer seinen Fang auszunehmen und zu reinigen. Als er ihn im Main ausspülen wollte, sei er ihm aus der Hand geglitten und war weg. „Statt Gier zeigt lieber Nächstenliebe, sonst drohen euch von oben hiebe“, mahnte der Kerwepfarrer in diesem Zusammenhang.

Die Folgen des Muffin-Genusses

Eine Frau über 50 habe im Stress keine Zeit zum Einkaufen gehabt. Auch der Kühlschrank war leer. Sie fand darin nur einen Muffin. Nach dessen Genuss wurde ihr aber schlecht und sie begab sich ins Krankenhaus. Dort habe sie begonnen, sich merkwürdig zu benehmen. Dies schreckte den Bäcker des Muffins auf, denn er erinnerte sich an eine Zutat darin aus Amsterdam.

Äpfel, Birne, Quitte, dies alles wachse auf den Möfelder Streuobstwiesen. Gerne presse man auch den Apfelmost für guten Apfelwein. Diesen habe man vor Ort in ein Fass gefüllt, der mit dem Frontlader eines Traktors weggebracht werden sollte. Mit dabei sei ein Kerweborsch gewesen, der beim Transport aus Versehen den Stöpsel des Fasses zog. „So rannte der Süßmost die Fährgasse herunter.“

In der Mondfelder Pizzeria sei es schön, doch der Heimweg sei erschwer,t denn im Haagzaun fehlte es an Straßenbeleuchtung. Im Juni habe man schon Pfosten für neue Lampen aufgestellt, doch seither habe sich nichts getan. „Wir streichen die Pfosten in Neonfarben an, dann wird’s nachts hell“, schlug Grein vor.

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Nach der Predigt ging es ans Suchen der Kerwe. Der dabei eingesetzte „Kerwedetektor“ gab ein falsches Signal. Dann war auch noch die Gans von Kerwemagd Marcel Ballweg aus ihrer Trage verschwunden. Nach einigem Suchen fand man Kerwe und Gans im Baum. Dort wurde sie mit Hilfe der Kletterkünste von Mattis Hiske und der Zugkraft der Kerweborsche am Seil gerettet.

Das anschließende Austanzen der Kerwe fand unter dem Zeltdach statt. Beleuchtet wurde es von Wunderkerzen und zwei leuchtenden Blumensträußen, die die Paare wandern ließen. Ins Finale des Kerwetanzes zogen die Titelverteidiger Heinz und Beate Krauter sowie das Paar Franciska Martinez und Matthias Eckert ein. Am Ende entschied der Wecker für Martinez und Eckert als neues Kerwepaar. bdg

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