Bedarfsplanung - Stadtverwaltung stellt bei Ausschusssitzung Zahlen für die nächsten Jahre vor Kapazitäten bei der Betreuung sollen weiterhin wachsen

Von 
Gerd Weimer
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Die Erweiterung des Kembacher Kindergartens soll für Entlastung bei der Betreuung sorgen. © FN-Archiv/Heike Barowski

Wertheim. „90 Prozent der Eltern erhalten in Wertheim einen Kindergartenplatz in der von ihnen gewünschten Einrichtung“, sagte Uwe Schlör-Kempf vom Referat Bildung und Familie bei der Sitzung des Finanz- und Kulturausschusses am Montag bei der Vorstellung der Kita-Bedarfsplanung. Mit kleineren Einschränkungen werde man dieses Niveau auch halten können.

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Einer der entscheidenden Grundlagen für die Planung ist die Geburtenentwicklung. „Die Prognosezahlen zeigen eine Stagnation bei der Anzahl von Kindern im Alter von null bis drei Jahren“, so Schlör-Kempf. Für 2016 wird eine Zahl von 627 vorausgesagt. 2019 waren es 634.

Bei der Zahl der Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt rechnet die Verwaltung mit 856 für das Ende des Kita-Jahres 2022/23. Die Statistik geht von 805 im laufenden Jahr aus.

Die Kapazitäten werden im Jahr 2021/22 gegenüber dem Vorjahr auf 1220 (+14) Plätze wachsen. Es bleibt bei 64 Gruppen in 23 Einrichtungen. Im nächsten Jahr wird demnach mit einem Versorgungsgrad von 42 Prozent Kindern im Alter von null bis drei Jahren gerechnet. Bei Kindern von eins bis drei Jahren beträgt er 67 Prozent, bei Drei- bis Sechsjährigen 106 Prozent.

Krankheitsbedingte Ausfälle

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Die Stadt habe bisher für alle Stellen geeignetes Fachpersonal bekommen. Derzeit seien 210 Fachkräfte (davon 150 Vollzeitstellen) beschäftigt.

Sorge bereiten allerdings krankheitsbedingte Ausfälle, die man kaum kompensieren könne. Schlör-Kempf hofft, dass man die Ausfälle auch künftig selbst ausgleichen könne und nicht die Öffnungszeiten verringern müsse.

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Schon im vergangenen Jahr rechnete die Verwaltung mit „Engpässen in Wertheim-Ost“. Nach Gesprächen mit den Beteiligten sei man inzwischen „sehr zuversichtlich“, dass es „passgenaue Lösungen“ geben werde. Große Wohnbaugebiete – wie sie derzeit beispielsweise in Bettingen angedacht sind – seien bei den Planungen bisher nicht berücksichtigt. Das müsse nachgeholt werden.

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Herausforderungen gebe es beim Anmeldeverhalten der Eltern, die sich rechtzeitig um einen Platz kümmern sollen – am besten bei der Geburt. Projekte wie der Ausbau in Kembach bräuchten eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. Deshalb sei eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Beim Ausbau der Plätz sei man „weit fortgeschritten“. Schlör-Kempf geht davon aus, dass „wir vor Überraschungen gefeit sind“.

Redaktion Teamleiter Redaktion Wertheim