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Geschichte - Motive stammen alle aus Wehnert-Sammlung / Diplom-Archivarin Anna Berger trug das Material zusammen

Kalender mit historischen Motiven von Wertheim erscheinen

Von 
Heike Barowski
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Das Titelblatt des Kalenders zeigt eine Total-Aufnahme von Wertheim. Es stammt als einziges aus der Sammlung Metz, fand sich aber als Glückwunschkarte in der Wehnert-Sammlung. © Kalender-Manufaktur/Sammlung Metz, Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Wertheim. Die Brückengasse vor über einhundert Jahren, der Marktplatz etwa um 1908, oder eine Szene wie die Wertheimer Bürger im März 1929 die Straßen und Gassen vom Eis befreien – der neue Bildkalender bietet samt Titelblatt 13 interessante Einblicke in das historische Wertheim. Er ist in Zusammenarbeit von Anna Berger vom Stadtarchiv Wertheim und der Kalender-Manufaktur entstanden.

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Bis auf das Titelbild stammen die Bilder alle aus der Sammlung Wehnert. Die Rechte für die Veröffentlichung liegen nach Überantwortung der Sammlung nun beim Stadtarchiv. Wehnert war ein Wertheimer Fotogeschäft, das in drei Generationen geführt wurde und unter anderem in der Eichelgasse ansässig war.

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Wie Diplom-Archivarin Anna Berger im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten mitteilte, habe Hans Wehnert nicht nur eifrig fotografiert, sondern auch zahlreiche Bildmotive gesammelt.

Über 6000 Glasplatten- und 180 000 Filmnegative bilden die Sammlung Wehnert und lagern im Stadtarchiv. „Das gesamte Material ist im Lesesaal im Archiv Bronnbach für jeden Interessierten einsehbar“, betonte Berger. Weil die Glasplatten recht empfindlich sind, werden sie derzeit digitalisiert und stehen nach kompletter Erfassung auch online zur Verfügung. „Das Archivgut soll ja genutzt werden“, begründete Berger diesen Schritt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die zahlreichen Filmnegative digitalisiert werden.

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Seit dem Frühjahr arbeitete die Stadtarchivarin immer wieder an dem nun erschienenen Kalender. So galt es zuerst, das umfangreiche Material der Wehnert-Sammlung zu sichten. Überwiegend orientierte sie sich dabei an den Positiven (Fotos auf Papier), zu denen auch die Negative vorhanden sind. Dann musste geklärt werden, ob es sich auch tatsächlich um ein „Wehnert-Bild“ handelt. Das Positive: Die Sammlung ist vorsortiert. So existieren für jede Straße oder Gasse mindestens ein Ordner. Allein die Bilder vom Marktplatz füllen drei Leitzordner.

„Deutlich schwieriger als die Auswahl gestaltete sich die Recherche für die Begleittexte zu den Bildern, weil viele Fotos undatiert sind. Trotzdem habe ich die Entstehungszeit immer irgendwie versucht, einzugrenzen“, erklärte Berger die Herausforderung.

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Das Titelbild des Kalenders stammt übrigens aus der Sammlung Metz, einem früheren Postkartenverlag. Aber es tauchte auch in der Sammlung Wehnert auf. So gibt es ein Foto mit selbem Motiv, unter dem die Wehnert-Tochter ihrem Vater zum Geburtstag schriftlich gratuliert. Berger vermutet, dass das Motiv vom Original abfotografiert wurde.

Im September konnte die Archivarin dann das gesamte Material an die Druckerei für die Erstellung des Kalenders senden. Es sei der erste dieser Art, versicherte Berger. „Er soll neugierig machen, auf das, was an Fotomaterial da ist.“ Die Freude über das gelungene Endprodukt ist Berger ein klein wenig anzuhören.

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„Je nach dem wie der Kalender angenommen wird, werden wir eventuell weitermachen“, machte die Archivarin Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Wertheim

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