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Vereinsleben

Junger Nachwuchs ist den Wertheimer Kleintierzüchtern wichtig

Der Kleintierzuchtverein Wertheim blickt trotz aller Herausforderungen der letzten Zeit positiv in die Zukunft.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Die Kleintierzüchter Martin Drixler, Herbert Fuchs und Gertrud Hasenhindl vom Kleintierzuchtverein Wertheim freuen sich über Besuch. Dort kann man zum Beispiel den Ziegen des Vereins beim Spielen zuschauen. © Birger-Daniel Grein

Bestenheid. Das Halten und Züchten von Hasen, Hühnern und anderen Tieren ist für Kleintierzüchter eine Herzensangelegenheit. So ist das auch bei Getrud Hasenhindl, Martin Drixler und Herbert Fuchs, alle drei langjährige Mitglieder des Kleintierzuchtvereins C 483 Wertheim.

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Auf dem Vereinsgelände am Bestenheider Grohberg erzählen die Drei, wie sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt hat.

1963 war der Kleintierzuchtverein gegründet worden, 1965 wurdedie Fläche in Bestenheid erschlossen. „Das Gelände haben wir von der Stadt gepachtet“, so Platzwart Marttin Drixler. Zu seinen Hochzeiten habe der Verein über hundert Mitglieder gehabt. Viele von ihnen sind inzwischen aber verstorben.

Seit 2010 seien viele russland-deutsche Familien dem Verein beigetreten, was zu dessen Verjüngung beigetragen habe. Heute habe er rund 70 Mitglieder. „Aus der Zeit, in der die Anlage entstanden, sind heute nur noch zwei Mitglieder im Verein“, berichtet Geflügel-Zuchtwartin Gertrud Hasenhindl. Genau wie die anderen beiden freut sie sich, dass es immer wieder Interessenten gebe, die freigewordenen Parzellen übernehmen. Aktuell seien nahezu allen Parzellen belegt.

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Von Pandemie hart getroffen

Hauptziel des Vereins sei die Zucht von Hühnern und Hasen. „Bis vor fünf Jahren hatten wir jährlich eine Zuchtausstellung im Verein“, blickt Fuchs zurück, der den Verein im Stadtteilbeirat Bestenheid vertritt. So soll es wieder werden, wünschen sie alle drei. „Dafür müssen wir mehr Mitglieder davon überzeugen, reinrassige Tiere zu züchten“, betonen sie. In letzter Zeit habe man ver Mitglieder gehabt, die die Tiere hielten um Fleisch und Eier zu bekommen und nicht der Zucht wegen. Von der Coronapandemie wurden auch die Kleintierzüchter hart getroffen. Die Parzellenbesitzer konnten ihre Tiere natürlich auch weiterhin besuchen, doch habe das Miteinander gelitten. „Wir kommen gerne zusammen, aber das ging lange nicht“, bedauert Fuchs.

Die Vereinsgaststätte sei über ein Jahr geschlossen gewesen, die Fixkosten seien jedoch weiter angefallen, gibt die Zuchtwartin zu bedenken. Für die Gaststätte gab es keine staatliche Hilfe. Doch nicht nur die Pandemie habe dem Verein zugesetzt.

Am Vormittag des 2. Juni war auf dem Gelände ein großer Brand ausgebrochen, der zu einem Großeinsatz der Feuerwehr Wertheim mit zahlreichen Abteilungswehren geführt habe. Unterstützung kam sogar von den Wehren in Tauberbischofsheim, Kreuzwertheim und Bad Mergentheim. „Komplett zerstört wurden dabei drei Ställe, ein weiteres Gebäude wurde beschädigt“, berichtet Hasenhindl. Die Hühner und Hasen, die sich im Hauptbrandbereich befunden hätten, seien verendet. Bis heute sei die Ursache des Brandes noch immer unklar.

Die beiden Mitglieder, deren Parzellen vom Brand betroffen worden waren, hätten aufgegeben und den Verein verlassen. Der Verein fungiere lediglich als Vermieter des Grund und Bodens, für die Bebauung der Parzellen seien die Mieter finanziell selbst verantwortlich.

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Trotzdem habe der Verein durch den Brand Schaden erlitten. So sei der Außenzaun des Vereinsgeländes sowie Teile der Stromversorgung beschädigt worden. Auch sei der Verein dafür zuständig, die Schadensfläche muss zu räumen. „Unser Wunsch ist, dass uns die Stadt Wertheim dazu einen Container für die Entsorgung des Brandschadenmaterials kostenlos bereitstellt“, sagt Fuchs.

Glücklich waren die Vorstandsmitglieder darüber, dass es für eine der beiden Parzellen im Brandgebiet bereits einen neuen Nutzer gibt. „Es ist ein junges Ehepaar und junger Nachwuchs ist uns wichtig“, betont die Zuchtwartin. Neu-Mieter sind Edward Weiz und seine Frau. „Ich bin in einem Haus groß geworden und meine Familie hat immer Geflügel gehalten“, sagt Weiz. Nun lebe er in einer Eigentumswohnung und ihm fehlten die Tiere. Das Paar wolle beim Kleintierzuchtverein Fasane und Hühner züchten.

Hoffnung auf mehr Besucher

Die drei Vorstandsmitglieder hoffen sehr, dass künftig wieder mehr Besucher auf dem Vereinsgelände vorbeischauen. Dort habe am Wochenende die Vereinsgaststätte geöffnet. Außerdem könnten die Strauße und Ziegen angeschaut werden. Außerdem wünschen sich die Aktiven, wieder Vereinsfeste ausrichten zu können. „Früher hat dort sogar eine Kapelle gespielt“, schwärmen die drei. Auch vereinsinterne Feste wie eine Seniorenweihnachtsfeier sollen wieder stattfinden. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass der Verein und unsere Gaststätte gut angenommen werden“.

Freier Autor

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