Gemeinderat - Ab Herbst Cambridge-Prüfungscenter In VHS investieren

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kab
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Wertheim. „Weiterbildung von A bis Z“ unter diesem Stichwort haben VHS-Geschäftsführerin Georgitta Szabo und Leiter Dieter Zimmermann den Gemeinderäten am Montag einen Überblick über die Volkshochschule Wertheim (Vhs) gegeben.

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Zimmermann stellte die Historie der Einrichtung vor. „Nichts von gestern, sondern am besten schon von morgen“, laute das Credo bei der Gestaltung der Kurse, verdeutlichte Zimmermann. Dabei fühle man sich gesellschaftlichen Veränderungen streng verbunden, fügte Szabo hinzu. Sie nannte Kinderkurse, die heute vor allem am Wochenende stattfinden, die Themen Migration und die älter werdende Gesellschaft.

Breiten Raum nehmen in den sechs Themenbereichen der Vhs die Sprachen ein. Verbunden mit dem Zuzug von Russlanddeutschen und später der Flüchtlingswelle machen Deutschkurse für Fremdsprachler und die dazugehörigen Prüfungen einen immensen Teil aus.

Von 2005 bis 2018 wurden allein 56 Integrationskurse mit 6724 Teilnehmern angeboten. In diesem Zusammenhang hat die Vhs die Zertifizierung nach Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) erworben. Diese benötigen alle Träger, die von den Arbeitsagenturen oder Jobcentern geförderte Maßnahmen anbieten. Szabo betonte die hohe Arbeitsbelastung, die der Sparte geschuldet ist. „Wir versuchen, der Mehrarbeit Herr zu werden. Teilweise haben wir Praktikanten eingesetzt. Das ist aber keine Dauerlösung“, beklagte sie.

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Hinsichtlich der Agenda 2022 des Vhs-Verbandes im Land machte sie deutlich, dass dieser eine Professionalisierung anstrebe, die damit einhergehe, dass die Volkshochschulen von einer hauptberuflichen Leitung geführt werden, die für die Qualität des Angebots einsteht. Szabo blickte aber auch in die nähere Zukunft der Vhs: Ab Herbst ist sie Cambridge-Prüfungscenter. Eine Infoveranstaltung am 20. September wird das neue Angebot vorstellen. In Zusammenarbeit mit der Realschule können unter anderem Schüler das Zertifikat erwerben.

Dr. Norbert Stallkamp (CDU) erkannte an, dass die VHS, was die Verwaltungs- und Raumkonzepte angehe, mittlerweile an ihre Grenzen stoße. „Es lohnt sich, in die VHS zu investieren“, sagte er. Dem pflichteten die übrigen Fraktionen bei. „Wir wollen Sie nicht im Regen stehenlassen“, sicherte Bürgermeister Stein zu. kab