Amtsgericht - Tabakwaren in Einkaufsmarkt gestohlen Hohe Geldstrafe verhängt

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goe
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Wertheim. Ein Angeklagter, der in der Justizvollzugsanstalt Adelsheim einsaß, wurde zum Amtsgericht Wertheim gebracht. Die Richterin verurteilte ihn wegen gemeinsamen Diebstahls zur Strafe von 40 Mal acht Euro. Im Juli 2017 hatte der 34-Jährige mit einem Landsmann in einem Wertheimer Einkaufsmarkt Zigaretten und Tabak im Verkaufswert von 104 Euro entwendet. Die Männer fielen einem Detektiv auf.

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Zunächst hatten sie die Rauchwaren in einen Einkaufswagen gelegt. Dann verließ der Beschuldigte mit dem leeren Wagen den Einkaufsbereich und hatte dabei Diebesgut im Rucksack. Der Komplize zahlte an der Kasse Zigaretten, hatte aber weitere in der Hosentasche versteckt.

Gegenüber der Polizei behaupteten die Männer, was nicht bezahlt wurde, sei anderswo gekauft worden. Die fraglichen Packungen ließen sich jedoch den Regalen dieses Marktes zuordnen.

Der jetzt Angeklagte konnte keine Sicherheitsleistung erbringen, sein Kreditkartenkonto war ohne Guthaben. Als Ersatz hinterließ er den Pass als Pfand und durfte das Revier verlassen. Der Polizist erfuhr später, dass der Beschuldigte in Karlsruhe unter falschem Namen und „ohne Ausweispapiere“ Asylantrag gestellt hatte. Im September 2017 beging der Angeklagte Betrug in drei Fällen. Deswegen erging ein Strafbefehl. Der Beschuldigte zahlte die Strafe nicht.

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Der Angeklagte lebte zuletzt in Georgien. Im November reiste er mit Ehefrau und zwei Kindern nach Italien. Er besuchte dann einen Freund in Deutschland, wurde von der Polizei festgenommen und saß bis 8. Januar in Adelsheim die Betrugsstrafe ab.

Wegen des Haftbefehls des Amtsgerichts Wertheim blieb er in Haft, um die jetzige Verhandlung zu ermöglichen. Hier räumte der Beschuldigte den Diebstahl ein, der Tabak sei aber für den Eigenbedarf gewesen. Das Gericht kam zum Ergebnis, gewerbsmäßiger (auf Einkommenserzielung ausgerichteter) Diebstahl sei nicht nachgewiesen. Es sei das erste Mal, dass er erwischt wurde. Die Richterin hob auch den Haftbefehl auf. Auf Frage der Dolmetscherin konnte der Mann nicht sagen, welches Ergebnis sein Asylantrag brachte. goe