Ehrenamtlich im Einsatz - Bei Absetzen des Notrufs über mögliche Corona-Symptome informieren Helfer vor Ort übernehmen schnelle Erstversorgung

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pm
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Lindelbach. Mit der Installation eines Defibrillators an der evangelischen Kirche in Lindelbach (wir berichteten), konnte sich die im September gegründete Helfer vor Ort Gruppe nun einsatzbereit melden. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kommen Helfer vor Ort (HvO) immer dann zum Einsatz, wenn ehrenamtliche Sanitätshelfer im Notfall den Patienten schneller erreichen können als der Rettungsdienst.

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Sie übernehmen die Erstversorgung bis der Rettungsdienst eintrifft und verkürzen die behandlungsfreie Zeit. Ausgerüstet sind die Lindelbacher Helfer vor Ort jeweils mit einer kompletten Notfallausrüstung, sowie den öffentlich zugänglichen Defibrillatoren. Die Ausstattung wurde durch Spenden ortsansässiger Firmen und Vereine mitfinanziert, wofür das Team dankbar ist.

Gleichzeitig weisen die Helfer darauf hin, dass die Bevölkerung weiterhin den Notruf über die 112 abzusetzen muss. Keines Falls sollten sie bei einem Notfall die HvO privat anrufen. Die HvO werden zeitgleich mit dem Rettungsdienst von der zuständigen Leitstelle alarmiert. Die Helfer vor Ort sind eine Ergänzung des regulären Rettungsdienstes, kein Ersatz.

Die Einsätze werden aufgrund der aktuellen Pandemie unter Infektionsbedingungen durchgeführt. Das bedeutet, dass jeder Helfer grundsätzlich mit FFP2-Maske und Schutzbrille den Einsatzort betritt. Dem Patienten wird, sofern es der Gesundheitszustand zulässt, ein einfacher Mundnasenschutz angelegt, um das Sanitätspersonal zu schützen. Für die Helfer vor Ort sowie das Rettungsdienstpersonal ist es immens wichtig, bereits vor Beginn des Einsatzes zu wissen, ob es sich um einen Corona-Verdachtsfall handelt oder nicht. Deshalb fordert das Team die Bevölkerung auf, beim Absetzen des Notrufs der Leitstelle mitzuteilen, ob beim Patienten Corona-Symptome vorhanden sind. Liegt diese Information rechtzeitig vor, können durch das Rettungsdienstpersonal schon im Vorfeld die nötigen Maßnahmen für einen Transport unter Infektionsbedingungen getroffen werden. Wird erst vor Ort klar, dass der Patient möglicherweise infiziert ist, verzögert sich die Weiterbehandlung.

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Die aktuell vier ehrenamtlichen Mitglieder der HvO Lindelbach – Judith Flegler, Tobias Flegler, Wolfgang Flegler und Laila Prokopp – stehen, abhängig von ihren Arbeitszeiten, der Bevölkerung im Notfall zur Verfügung. Der DRK Ortsverein Bettingen, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch Lindelbach zählt, ist immer auf der Suche nach Mitgliedern, die bereit sind, ehrenamtlich Dienst am Menschen zu tun. pm