Kommentar Hallenbad wird gebraucht

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Katharina Buchholz
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Ich erinnere mich noch gut an meinem Seepferdchenkurs, auch wenn dieser Jahrzehnte zurückliegt. Umso mehr freute ich mich über die Nachricht, dass das Weikersheimer Hallenbad dank Förderung aus dem Coronafonds erhalten werden kann.

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Unvergessliche Erinnerungen an die ersten Versuche mit und ohne Schwimmbrett und schließlich das Gefühl des Erfolgs, wenn sie zum ersten Mal allein eine ganze Bahn im Wasser zurücklegen, wünsche ich auch meinen Kindern.

Allein, betrachte ich die aktuelle Lage, kommen mir Zweifel, ob der Große schon im Herbst des nächsten Jahres einen Kurs im Wertheimer Hallenbad belegen kann. Die Ausfälle des Corona-Jahres werden sicher noch einige Zeit ihre Auswirkung haben, so dass nicht alle Kinder zum Zug kommen werden, wann sie gerne möchten.

Das an sich ist kein Weltuntergang – irgendwann wird ein Platz frei sein. Allerdings zeigt die Situation, was passieren würde, wenn es in Wertheim irgendwann kein öffentliches Hallenbad mehr geben sollte. Dann entfiele für Kinder aus Wertheim und Umgebung die wesentliche Möglichkeit, ihr Seepferdchen abzulegen. Anbieter, die Kurse in kleinen, privaten Bädern anbieten, werden die Nachfrage kaum decken können.

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Dazu kommt der Bedarf der Vereine – allen voran der DLRG – und der Volkshochschule, die das Hallenbad nutzen. Sie alle würden auf dem Trockenen sitzen. Für viele Menschen ganz verschiedener Altersgruppen würde Lebensqualität verloren gehen. Deshalb kann ich mich Ingo Ortel nur anschließen: Wertheim braucht ein Hallenbad.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Wertheim