Guter Wille allein ist ohne Geld nichts wert

Von unserem Mitarbeiter

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Die wichtigste Entscheidung der kommenden Woche ist längst gefallen.

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Zwar steht der Beschluss über den Haushalt für das nächste Jahr erst am Montag auf der Tagesordnung des Gemeinderats, dass der Etat da aber scheitert, ist nun wirklich nicht zu erwarten.

Man könnte höchstens noch gespannt darauf warten, ob er das Gremium einstimmig passiert.

Immerhin gibt es ja Kommunalpolitiker beiderlei Geschlechts, die mit den avisierten Steuererhöhungen nicht wirklich glücklich sind.

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Möglicherweise bleibt also die eine oder andere Hand unten, wenn es um die Zustimmung zu den entsprechenden Satzungen geht.

Doch zum Gesamtzahlenwerk werden wohl alle/die meisten (?) "Ja" sagen.

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Die WCW eröffnete ihre Saison in Wertheim, der RNC begann die seine in Reicholzheim, die Närrischen Sandhasen riefen in Bettingen zum ersten Mal in dieser Kampagne "Hoppel, Hoppel - Zick, Zack".

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Der Carnevalverein Finkenbrüchle übernahm in Freudenberg die Macht und die Brunnenputzer putzten die Brunnen natürlich in der Brunnenstadt Külsheim.

Wo auch sonst, mögen Sie sich angesichts dieser selbstverständlich erscheinenden Aneinanderreihung denken.

Ich auch. Und frage mich, vielleicht mit Ihnen, warum dann ausgerechnet die Mondfelder nach Freudenberg gezogen sein sollen, um zu tun, was am Elften im Elften halt nun mal getan werden muss.

Aber es war ja gar nicht so, wie es die, in Zeitungskreisen so genannte, "Spitzmarke" am Montag im Blatt suggeriert hat. Eventuell war da jemandem in der Redaktion am Sonntag beim Bearbeiten des Textes selbst noch ein wenig närrisch zumute?

Obwohl, ganz so schlecht wäre es ja vielleicht gar nicht gewesen, hätte es die Mondfelder ins rund elf Kilometer Main abwärts gelegene Kleinstädtchen mit Herz verschlagen.

Sie hätten dort den Finken gegebenenfalls mit ihrem Prinzenpaar aushelfen können.

Denn in Freudenberg ist passiert, was auch anderen Ortes von den Verantwortlichen immer wieder befürchtet wird - es haben sich keine Regenten gefunden!

Man wundert sich, betonten die Tollitäten allüberall doch immer wieder, wie toll es gewesen ist - wenn sie es hinter sich haben.

Und gab es gerade in Freudenberg mit Heinz und Luzia nicht mal ein Pärchen, dem das Prinzenpaarsein so viel Spaß machte, dass sie das fast 40 Jahre lang blieben.

Und hat es in seinem anderen Amt für den langjährigen Bürgermeister Heinz Hofmann nicht auch einen Nachfolger gegeben?

Ist ja nur mal so ein Gedanke . . .

Ohne (ausreichend) Geld ist aller gute Wille nicht viel wert, alle ausgefeilte Planung Makulatur.

Und gerade deshalb ist es vor allem wohl eine Frage des schnöden Mammons, wie viele der schönen Vorhaben im Gelände des Freudenberger Badesees überhaupt und wenn, dann wann, umgesetzt werden können.

Geld in Hülle und Fülle hat dagegen scheinbar der Markt Kreuzwertheim. Und trotzdem werden die Planungen für die Barrierefreiheit der Bürgerstube in Unterwittbach und des Feuerwehrhauses in Wiebelbach, wie sie am Dienstag den Mitgliedern des Gemeinderats vorgestellt wurden, wohl nie in der Form Realität werden.

Denn Kreuzwertheim hat nicht nur (scheinbar) viel Geld, sondern auch viele Vorhaben. Setzte man die alle um, "dann sind wir schon fast überschuldet", hieß es am Mittwoch bei den Freien Wählern der Marktgemeinde.

Dann doch lieber einmal mehr vorsichtig sein.