Gut Ding will eben manchmal Weile haben

Von unserem Mitarbeiter

Von 
Von unserem Mitarbeiter
Lesedauer: 

Die Frage, liebe Leserinnen und Leser, wann es denn mal wieder richtig Winter wird, die hat in diesen Tagen eine recht eindrucksvolle Antwort gefunden. Knackige Kälte - vor allem nachts - mehr oder weniger Schnee, dazu strahlender Sonnenschein: Wem das nicht ausreicht, der muss wohl in die Berge fahren. Die Vorhersagen prophezeien, dass das auch noch eine Weile so anhalten soll. Denjenigen, denen das nicht so gefällt, sei zum Trost gesagt, dass der Frühling unaufhaltsam näher rückt.

AdUnit urban-intext1

Mit ihm dann allerdings auch das Ende der Faschingszeit. Das ist sozusagen der Wermutstropfen. Der meteorologische Beginn des Frühjahrs, der 1. März, fällt heuer auf den Aschermittwoch. Die Narretei ist dann vorbei. Ob das in der Realität allerdings auch für den Winter gilt, bleibt abzuwarten.

Jetzt geht es aber erst einmal so richtig los mit dem bunten Treiben in Sälen und Hallen. Ab jetzt heißt es "Witzigkeit kennt keine Grenzen" und so manche(r), der aufs Korn genommen werden wird, muss die Zähne zusammenbeißen und sich bemühen, gute Miene zum derben Scherz zu machen. Man darf gespannt sein auf die Themen, derer man sich diesmal in Reicholzheim und Bettingen, Külsheim und Freudenberg, Wertheim und Mondfeld und überall sonst, wo es noch Sitzungen gibt, annehmen wird. Stoff aus dem vergangenen Jahr gibt es ja genug, das neue hingegen glänzt noch ein wenig durch Inhaltsleere.

Erst so langsam kämpft sich die Wertheimer Kommunalpolitik aus dem Winterschlaf heraus. Immerhin, man hört von Bestrebungen hinter den Kulissen, die Mandatsträger doch noch dazu zu bewegen, die vollen Steuererhöhungen zu genehmigen. Dann müssten auch die Einschnitte bei der Haushaltsklausur im März nicht so tief ausfallen.

AdUnit urban-intext2

Besagtes Treffen ist, es muss heute (schon) wieder einmal angesprochen werden, ein - wenn nicht das - Thema in Wertheim zu Jahresbeginn. Mancher starrt darauf, wie das Kaninchen auf die Schlange, und allenthalben beschäftigt die Frage, ob es der Stadt denn wirklich so schlecht geht. Der ein oder andere befürchtet, auch aus Erfahrungen der Vergangenheit, dass der Rotstift gerade in seinem/ihren Bereich angesetzt werden könnte. Für wieder andere sind diese Memoiren ein Grund dafür, der Sache gelassen entgegenzusehen. Ganz nach dem Motto "alles schon mal da gewesen".

Im "Himmelreich" - dem kommunalen, nicht dem realen - also in Kreuzwertheim, nur eine Flussbreite entfernt, schreitet man unterdessen munter voran. Man macht sich daran, ein neues Gewerbegebiet auszuweisen, stellt Weichen für die Zukunft der Marktgemeinde. Alles gut also? Nun ja, nicht ganz. Nicht immer geht alles so schnell, wie man das möchte.

AdUnit urban-intext3

Der Einbau einer behindertengerechten Toilette mitsamt der damit zusammenhängenden Umbaumaßnahmen wurde erst einmal "auf die lange Bank" geschoben. Wo das Ganze passieren soll? Diese nicht ganz unwichtige Information fehlte in der Berichterstattung über die Gemeinderatssitzung in Kreuzwertheim. Es geht um das Fürstin-Wanda-Haus, worin einiges passieren soll. Aber erst, wenn auch dieses Gebäude im Sanierungsgebiet liegt und die Maßnahme damit dann förderfähig ist.

AdUnit urban-intext4

Gut Ding will manchmal Weile haben. Dass es sich lohnen kann, können die Kreuzwertheimer an der Gestaltung Kirchplatz/Ecke Hauptstraße und am Bau der Toilettenanlage im Mainvorland sehen, wo sich Geduld in Form von beträchtlichen Förderbescheiden auszahlte.